Bernauer-Seniorenverein 
Mobilität e.V.

 

 

 

 

 

Aus dem Mitgliederleben unseres Vereins


 

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Alb   An alle wird gedacht    Auftakt 20   Apolda   Bauhaus   Baruth    Bernstein

 

Berlin vom Wasser aus   Brandenburg    Britzer Garten   Unter Coronabedingungen

 

Ernst-Busch-Chor  Bürgermeister    Ehrenamt    Eiszeit    Ein Schiff für uns allein

 

   Gärten der Welt    Gänsekeulen   Herbstspaziergang   IGA 2017   Jahresabschluss 19

 

IL62  Jüdischer Friedhof  Landtag  Leipzig   Lychen   Misdroy   Mischwald   Mittwoch

 

 Oderschifffahrt    Pückler   Pfaueninsel    Quermann    Ausflug „Mirow – Rheinsberg“

 

 Schiffshebewerk    Schippelschute    Schönower Heide     Schützengilde

 

 Sommerausflug    Sommerfest 2018    Stralau     Stettin     Nur ein Spaziergang

 

 Sportfest     Sport ist gesund     Spreewald     Territoriales Bündnis     Vorstand

 

Wahl 2018    Wildkatzen     Wörlitzer Park      Zoo und Wasserturm

 

Weihnachtsmarkt in Liebenberg

 


                               Gelungener Auftakt unter Coronabedingungen                                                              Von Joachim Klein, Vorsitzender des BSV Mobilität e.V.

   Nach 4-monatiger Pause des Zusammentreffens durch die Corona- Pandemie, war das bei großer Hitze  gelungene Sommerfest des Vereins  ein schöner Auftakt für das Vereinsleben.

41 Mitglieder und Gäste erlebten in der  gut ausgestalteten  „Festscheune" auf dem Landgut Liepe (unter Beachtung der Hygienehinweise) einen angenehmen Nachmittag mit köstlicher Versorgung und unterhaltsamer Musik durch das Team des Gutes und den DJ O. aus Eberswalde.

Alle Teilnehmer waren sehr angetan von den netten Gesprächen und Kontakten an den 4er und 6er Tischen ( mit entsprechendem Abstand) und auch das Tanzbein wurde rege geschwungen – natürlich in den vorgegebenen Rechtecken auf der Tanzfläche. Die Freude war bei allen groß, wieder einmal persönlich miteinander sprechen zu können. Obwohl der Kontakt durch Briefe des Vorstandes an alle Mitglieder stets erfolgt war.

Wir sagen dem Team vom Landgut Liepe, insbesondere den Bedienungskräften, die bei bald 34 Grad Hitze Großes leisteten, dem DJ und dem Omnibusfahrer für ihre Betreuung, die musikalische Begleitung und den reibungslosen Transport ein aufrichtiges Dankeschön.

  Ein Schiff für uns allein

  Doris Klein, Mitglied Vorstand für Kultur - Reisen

 

 Der 27. August war ein guter Tag für uns. Endlich wieder ein gemeinsames  Unternehmen nach so langer Coronapause. 44 Teilnehmer, Mitglieder und  5 Gäste trafen sich zu einem gemeinsamen Ausflug. Brav setzte jeder im Bus seine Maske ohne Diskussion auf. Unser 1. Ziel war Templin zur Schifffahrt. Ganz für uns allein war das Schiff bereit und die Fahrt durch die 5 Seen konnte beginnen. Es machte uns auch nichts aus, dass es kein Oberdeck gab, denn das Wetter war kühl. Der Mittagimbiss – Bockwurst mit Kartoffelsalat  - schmeckte allen.

 

Danach ging es nach Annenwalde, ein ehemaliges Glasdorf. Nach der interessanten Einführung gab es viele schöne Glasprodukte zu bestaunen und zu kaufen. Auch den wunderschönen Skulpturenpark  besichtigten viele von unseren Teilnehmern.

 

 

Eine große Überraschung erwartete uns auf der Rücktour in Vietnamsdorf. In der Gaststätte „Zum Askanier“ beeindruckte uns eine liebevoll und toll gestaltete Kaffeetafel mit Tortenstücken und Kaffee satt.

 

Zufrieden brachte uns der freundliche Omnibusfahrer aus Bad Freienwalde wieder nach Bernau. So hatten wir trotz Corona wieder ein Stück unserer schönen   Heimat erlebt, und die Gemeinsamkeit genossen, denn es gab viel zu erzählen.

 

Gelungener Beginn 2020

Von Joachim Klein, Vorsitzender

 

Mit einem zünftigen maritimen Konzert durch den Shanty-Chor Wandlitz

wurde die Auftaktveranstaltung des Bernauer Seniorenvereins

Mobilität e. V. für das neue Jahr  eröffnet.

Es marschierten 10 Männer in Seemannskleidung in den Saal und hatten dadurch schon unsere Sympathien auf ihrer Seite. Herzerfrischend erklangen Seemannslieder, die mit Leidenschaft und stimmungsvoll vorgetragen wurden und zum Mitsingen und schunkeln anregten, wovon sich mehrfach die 72 Anwesenden auffordern ließen.

Beim musikalischem Ausmarsch der Sänger spendeten die Teilnehmer

dann auch starken Beifall für den gelungenen kulturellen Auftakt des Jahres.

 

Danach nahmen die Mitglieder den Bericht über das Vereinsleben im

Jahr 2019, den entsprechenden Finanzbericht und den Bericht der Kassenprüfer entgegen. Nach einer kurzen Aussprache erfolgte die einmütige Bestätigung dieser Wertungen. 

Mit einem Ausblick auf 2020 für die erneute Gestaltung einer vielseitigen Vereinsarbeit wurde die Zusammenkunft fortgesetzt und der Arbeitsplan befürwortet.

Unsere  ältesten Mitglieder (über 90 Jahre) begrüßten wir mit einem  Blumenstrauß im neuen Jahr.

 Außerdem konnten wir unsere Mitglieder darüber informieren, dass das Vorstandsmitglied  Doris Klein durch die Stellvertretende Minister­präsidentin, Frau Ursula Nonnemacher und durch den Vorsitzenden des Seniorenrates Brandenburg den „Teltower Teller“ am 13.12.2019 verliehen bekam.

Mit Wünschen für ein angenehmes Wochenende wurden die Teilnehmer der Zusammenkunft verabschiedet.

 

Stimmungsvoller Jahresabschluss 19

Von Joachim Klein, Vorsitzender

 

Den erlebten 67 Mitglieder und Gäste des Bernauer Seniorenvereins

Mobilität e. V. in der Stadthalle Bernau am 12.12.2019.

Schon die Gestaltung des Saales, die Dekoration der Tische und des Raumes erzeugten eine weihnachtliche Atmosphäre. Diese wurde

durch ein ansprechendes weihnachtliches und flottes Musikprogramm des Duo Albrecht noch besonders gefördert.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden wurde ein vom Team der Stadthalle bereitetes Kaffeegedeck, verschiedener Kuchenstücken, genussvoll verzehrt. Danach wurden die Sieger des November Bowlings geehrt und durch „mutige Senioren“ der Tanz eröffnet.

 Höhepunkt der Zusammenkunft waren die Tanzbilder des Tanzstudios Magic-Dancer Bernau. Sowohl die Jugendgruppen, als auch die Seniorengruppe erhielten anhaltenden Beifall für die gebotenen Darbietungen.

Mit einem köstlichen und reichhaltigen Abendessen sowie einer guten gastronomischen Betreuung  verlief diese Weihnachtsfeier zur Zufriedenheit aller Anwesenden. Mit weiteren Tanzrunden und einer Polonaise klang die Weihnachtsfeier zum Jahresabschluss der Vereinsarbeit 2019 aus.

Mit besten Wünschen für ein besinnliches Weihnachten, einen guten Start für 2020 und körperlichem Wohlbefinden verabschiedete der Vorstand die anwesenden Mitglieder und Gäste.

Weihnachtsmarkt in Liebenberg

Von Doris Klein, VS-Mitglied Kultur – Reisen

 

Es gibt unendlich viele Weihnachtsmärkte im Dezember jedes Jahres. Wohin? Stimmungsvoll und schön ist der im Schloss und Gut Liebenberg. Also entschieden wir uns – das soll er noch einmal in diesem Jahr werden. Lange mussten wir warten, bis wir die Zusage bekamen, dass wir mit dem Bus kommen können.

Schon der Beginn des Marktes empfing uns 41 Mitglieder und Gäste des BSV

Mobilität Bernau mit dem Duft von Glühwein, Bratwurst, weihnachtlicher

Musik und beleuchteter kleiner Kirche, in welcher man einem weihnachtlichem Konzert lauschen konnte. Der Rundgang über den im Karree angelegten Gutshof bestätigte – es war ein echter Weihnachtsmarkt. Die Versuchung vieles als Geschenk zu erstehen, war groß. Kugeln, Holzfiguren für den Tannenbaum, warme Mützen

und Schals – gut geeignet für den Sonnenschein und leichten Frost am Tage unseres Besuches wurden geboten. Natürlich kamen wir auch an Kuchen, Plätzchen und Stollen vorbei die uns zum Kosten einluden. Wurst, Schinken u. a. aus eigener Produktion boten Händler an. Große schmiedeeiserne Figuren für den Garten ließen Wünsche wach werden – aber ein Blick auf die Preise belehrte uns eines Besseren.

Sogar Mönche boten selbst hergestellten köstlichen Baumkuchen an. Auf der anderen Seite des Hofes waren auch polnische Händler mit Bunzlauer Geschirr und Kunstgewerbe. Viele probierten lachend Hüte und Mützen auf, die reichlich vorhanden waren. Auch einige Weihnachtsgeschenke wanderten in unsere Taschen.

In der Mitte des Hofes konnte man etwas essen, wobei wir uns eine größere Viel-

falt   im Angebot gewünscht hätten.  Schön war es, dass an diesem kalten Tag überall Flammenkörbe zum Wärmen standen.

Eines stellten wir aber fest, alles war im Vergleich zum Vorjahr teuerer geworden, auch der Eintritt hatte sich um 100% auf 5.- Euro erhöht.

Trotzdem waren am Schluss doch alle begeistert und viele äußerten, einmal privat wieder zu kommen - immer am Advent, Sonnabend und Sonntag, ist der Markt geöffnet.

 

Berlin vom Wasser aus

Von Doris Klein, VS-Mitglied Kultur-Reisen

 

Gespannt begaben sich 50 Mitglieder und Gäste des Bernauer Seniorenvereins

Mobilität e.V. nach Berlin an das Märkische Ufer.

Wir wollten eine Brückenfahrt machen. Aber was erwartete uns?

Freudig begrüßt legte unser Schiff mit dem romantischen Namen „Spreeprinzessin“

an und bei dem wunderbaren Sonnenschein stürmten alle auf das Oberdeck.

Zu Beginn der Fahrt nach der Begrüßung  mahnte der Kapitän alle Gäste,

bei einem Klingelzeichen sich unbedingt hinzusetzen, denn dann ginge es durch

eine der vielen Brücken und der Kopf wäre in Gefahr.

 

Unser Staunen war groß – unendlich viele Brücken hat Berlin.  Jede war anders

und auf ihre Art schön, manchmal war man mit dem Kopf wirklich nahe an der Brückenunterkante.

Viele Sehenswürdigkeiten glitten an uns vorüber, wir sahen die

Mercedes-Benz–Halle, das alte Zollhaus, welches als solches nie benutzt wurde, das Salzufer, am Zoo vorbei zeigten sich leider kaum Tiere und auch Frau Merkel winkte

uns vom Bundeskanzleramt nicht zu. Das Schloss von hinten sah nicht gerade schön aus. Aber am Nikolai-Viertel erinnerten wir uns gern an frühere Besuche.

 

Vieles wäre noch zu nennen, eine klare deutliche Erklärung über Lautsprecher machte uns jeweils darauf aufmerksam. Begeistert waren wir von dem vielen Grün und dem Baumbestand, der uns Schatten während der Fahrt spendete, denn es war doch sehr warm geworden.

Eine Panne mit unserer Essenbestellung  behob das Schiffspersonal ganz toll.

Dafür unseren herzlichen Dank, auch dem freundlichen Bedienungspersonal, das literweise Getränke verteilte.

 

Am Ende sind wir begeistert von der Fahrt von Bord gegangen und

der Wunsch auf Wiederholung war geweckt.

Unsere Heimatstadt Bernau
Von Doris Klein, Vorstandmitglied des Bernauer Seniorenvereins Mobilität e.V.

 

Jedes Jahr im Mai warten die Mitglieder unseres Vereins auf den Bürgermeister der Stadt. Viele Fragen bewegen uns: wie hat sich die Stadt entwickelt, was erwartet uns in den nächsten Jahren, kritische Probleme des Verkehrs und vieles mehr, kommen zur Sprache.

Von der Kleinstadt mit 19.000 Einwohnern im Jahr 1990 sind wir nun auf 40.000 angewachsen. Was uns besonders interessierte, dass davon ein Drittel über 60 Jahre alt ist.

Obwohl es keine nennenswerte große Industrie mehr hier gibt, ist die Arbeitslosigkeit auf 3,4% gesunken. 11.000 Beschäftigte arbeiten in Bernau. Dazu kommen 12.000, die täglich auspendeln.

Oft gab es bei den Bürgern von Bernau Diskussionen über die vielen ungenutzten ehemaligen Militärflächen auf unserem Territorium. Erfreut nahmen wir deshalb zur Kenntnis, dass bis 2020 bis zu 2500 Wohnungen entstehen sollen, zum Beispiel am Schönfelder Weg, an der Schwanebecker und der Zepernicker Chaussee und dabei werden keine Grünflächen und Felder bebaut.

Größere Probleme wird es aber in den kommenden Jahren mit dem Verkehr geben. So müssen unbedingt 3 Brücken in der Stadt erneuert werden, um die Sicherheit zu gewährleisten, deshalb wird auch der Entlastungsverkehr am so genannten schwarzen Weg vorbereitet. Ob der angekündigte Einbahnverkehr in der Stadt günstig ist, bezweifeln doch einige.

Mit den Schwerpunkten für die kommenden Jahre:

1. Ausbau der Verkehrsstruktur

2. Ausbau der sozialen Infrastruktur und

3. Aufwertung von Grünflächen und naturnahen Arealen

konnten wir uns einverstanden erklären.

Stolz berichtete der Bürgermeister Andre Stahl, dass die Stadt schuldenfrei sei und alle Ausgaben gedeckt sind, ein Lob deshalb an die Stadtverordneten, die ja dazu die Beschlüsse fassen müssen, wenn es auch mitunter längerer Diskussionen bedarf.

Zufrieden mit Antworten auf Fragen unserer Mitglieder wünschten wir dem Bürgermeister und den Stadtverordneten viel Erfolg in ihrer bestimmt nicht einfachen Arbeit. 

Ausflug zum Wildkatzen- und Artenschutzzentrum
Von Gerda Korn, Mitglied des Ortsvereins

Auch in der unmittelbaren Umgebung von Bernau gibt es viel Interessantes zu erkunden. Deshalb fuhren 34 Mitglieder des Bernauer Seniorenvereines Mobilität e.V. in der vergangenen Woche nach Tempelfelde, um endlich einmal zu sehen, wie sich das kleine, vor Jahren in Bernau  ausgesetzte Tigerbaby entwickelt hat. Bisher war uns nur bekannt, dass es dort im Wildkatzen- und Artenschutzzentrum seine neue Heimat hat.

Doch hinter dem Begriff Felidae Wildkatzen- und Artenschutzzentrum Barnim verbirgt sich ein sehr umfangreiches Projekt. Gegründet wurde es 1998 vom Tierarzt Renato Rafael als private Initiative und zählt heute mehr als 50 Tiere zu seinen Bewohnern.

Durch Tierpfleger Aaron bekamen wir sehr anschaulich bei einem Rundgang die Besonderheiten der einzelnen Tiere erläutert. Er sprach über ihre natürlichen Lebensräume, die immer mehr eingeengt werden und auch über internationale Erhaltungszuchtprogramme, an denen teilgenommen wird. 

Natürlich wollten wir vor allem wissen, wie geht es Diego heute?  Er ist zu einem stattlichen sibirischen Tiger herangewachsen und teilt sein Gehege mit einer weißen bengalischen Tigerdame. In nächster Zeit ist für die beiden Tiere ein größeres Freigehege geplant. So gibt es immer wieder Veränderungen und neue Aufgaben zu bewältigen durch das Zentrum. Die Unterbringung der Tiere in zweckmäßigen, aber auch formschön gestalteten Gehegen, umrahmt von wertvollen Bäumen und Sträuchern, sowie die sachkundigen Aussagen zu den einzelnen Tieren beeindruckten uns sehr.

Nach dem Rundgang hatten wir noch Gelegenheit in einem Pavillon am Teich bei einer Kaffeetafel weitere Informationen zu erhalten.

Es war ein sehr informativer Nachmittag, der uns auch die aufwendige Arbeit der Mitarbeiter eindrucksvoll vor Augen führte.

Wir bedanken uns bei den Mitarbeitern des Zentrums und den Organisatoren der Halbtagesfahrt für die vielen neuen Anregungen und den gelungen Verlauf dieser Fahrt.

 

Warum Mischwaldentwicklung in den Wäldern der Schorfheide?
Von Gerda Korn, Mitglied des Ortsverbandes 

Der Seniorenverein Bernau hatte zu seiner Mitgliederversammlung den Leiter des Landeskompetenz­zentrums Forst in Eberswalde, Dr. Michael Luthardt, eingeladen, um mehr über die Notwendigkeit von Mischwäldern und ihre günstigen Auswirkungen auf den Waldbestand zu erfahren. 

Der Märkische Wald gilt als hohes Gut für das Land Brandenburg, seinem Schutz hat sich das Kompetenzzentrum verschrieben. Seine Mitarbeiter sind in drei Kernbereichen tätig: Dienstleistung, Monitoring und Forschung. Sie erstellen in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Revierförstern für den Landesbetrieb Forst die jährlichen Waldzustandsberichte, führen auch Waldinventuren aller 10 Jahre durch und können bei der Forschung auf eine 140-jährige Tradition zurückgreifen. Außerdem sind sie mit den Waldbesitzern und Privatpersonen in Kontakt, um ihnen Empfehlungen zur Lösung ihrer Probleme zu geben. 

„Die Kiefer ist eine richtige Brandenburgerin“, sagt Dr. Luthardt. Hart im Nehmen und genügsam sei die Baumart, die Brandenburgs Waldlandschaft wie keine andere in Deutschland prägt. Zurzeit allerdings befinden sich die Bäume wegen der langen Trockenheitsphase in einer Stresssituation. Die steigenden Temperaturen bewirken eine längere Vegetationszeit, dadurch fehlt ihnen die Winterruhe und sie werden anfälliger für Schädlinge. Neu war für uns, dass gestresste Bäume beim Atmen vermehrt Gase absondern und damit verstärkt Insekten und Pilze anziehen und somit befallen werden können.

Die hohen  Temperaturen in diesem Jahr hatten viele Waldbrände zur Folge. Ursache dafür waren die extreme Trockenheit und hohe Bodentemperaturen (außerhalb einer Brandstelle wurden z.B. 45 Grad gemessen), denn die Kiefer lässt die Sonnenstrahlen fast ungehindert bis zum Waldboden durch. 

Wie kann nun Einfluss darauf genommen werden?

In den Wäldern der Schorfheide wird bereits seit vielen Jahren die Mischwaldentwicklung betrieben. Dr. Luthardt wies darauf hin, dass durch Laubbäume (Buchen, Heimbuchen, Ahorn, Eichen und Linden)im Kieferbestand Schatten und höhere Bodenfeuchtigkeit erzeugt werden kann.

Wege, Schneisen und Waldinnenränder wirken bei sachgemäßer Anlage dem Kiefernschädlingsbefall entgegen. In umfangreichen Erläuterungen wurden wir über das bereits Erreichte informiert. 

Durch diesen Vortrag konnte den Teilnehmern ein wichtiger Bereich unserer Heimat anschaulich erklärt werden. Alle Anfragen aus unserer Runde beantwortete der Referent sachkundig und gut verständlich.

Wir bedanken uns für seine interessanten und aktuellen Ausführungen. 

Es war eine gelungene Zusammenkunft unserer Mitglieder. 

Mayday über Saragossa …

von Doris Klein, VS-Mitglied

 

Die Stadthalle war gut gefüllt und 85 Mitglieder sowie 6 Gäste des BSV OV Bernau waren neugierig auf das persönliche Erscheinen der Fliegerlegende Heinz–Dieter Kallbach und seiner Lebensgefährtin, der Schauspielerin Renate Geißler. Vergangene Woche hatten Ihn viele noch im MDR Riverboat sehen und hören können und nun erblickten wir ihn direkt bei uns.

Auf dem Tisch lagen die Bücher „Mayday über Saragossa“. Es wurde ganz still und die Lesung konnte beginnen. Sein Leben mit 16 Jahren, die Aufnahmeprüfung  für das Studium zum Flugkapitän wurde für uns erlebbar. Viele kritische Situationen meisterte dieser Mann auf Flughäfen des Auslandes. Ergreifend die Schilderung über vietnam­esische Kinder, denen die Flugbesatzung Süßigkeiten und Essen schenkte, dieses ihnen aber verboten wurde. Sie fanden trotzdem Wege den Kindern doch noch Gutes zu tun.

Oder auch die kritische Situation, wie ein Passagier Kallbach zwingen wollte, die Maschine abstürzen zu lassen. Er hatte es besonders auf den Flugkapitän abgesehen, schlug ihn grün und blau, versuchte ihn zu erwürgen. Zum Glück gelang es, diesen Passagier außer Gefecht zu setzen und damit 148 Passagieren das Leben zu retten.

Viele Kapitel des Buches blieben für unsere Leselust und Neugier noch übrig. Da wir auch während der BUGA in Stölln waren, wollten wir natürlich erfahren, wie die IL 62 dorthin kam. Im anschließenden Film erlebten wir die vielen Vorbereitungen und Versuche für die Landung des Flugzeuges in Stölln mit und waren beeindruckt und erlöst, als die IL 62 gelandet war. Selbst der Ortsverein Lilienthalehrung zitterte mit und kämpfte dafür, das Original so zu erhalten wie es war, auch mit dem Hoheitszeichen der DDR – es ist ein Geschichtsobjekt.

Traurig zu hören, dass nach der Wende keiner der fähigen Flugzeugpiloten in die westdeutschen Fluglinien übernommen wurde.

Durch die abwechselnde Lesung von Renate Geißler und Heinz–Dieter Kallbach war die Leselust geweckt und Kallbach schrieb jedem ein nettes Wort in das erworbene Buch, das am Ende restlos ausverkauft war.

Nach der Beantwortung von einigen Fragen der Teilnehmer vergingen bald 2,5 Stunden wie im Flug und herzlicher Beifall verabschiedete das sympathische Paar. 

 

 

Ausflug „Mirow – Rheinsberg“
Von Gerda Korn, Mitglied des BSV

Obwohl der Sommer sich noch einmal von der heißen Seite zeigte, waren 48 Mitglieder und 4 Gäste unseres Bernauer Seniorenvereines bereit, ein Highlight der besonderen Art zu erleben.

Mit dem Bus ging es in Richtung Mecklenburg/Vorpommern. In Mirow erwartete uns bereits ein Fahrgastschiff, damit wir auf dem Wasserweg über insgesamt 16 Seen mit Brückendurchfahrten und Schleusungen nach Rheinsberg gelangen konnten.

Während dieser sehr beschaulichen Fahrt gab es viel zu bestaunen. Die ausführlichen Erläuterungen des Schiffsführers zu den einzelnen Seen und ihrer Umgebung machten direkt Lust, sich auch einmal in dieser Region näher umzusehen. Es waren aber nicht nur Wasserwanderer unterwegs. Bei der Schleuse Canow drängelte sich eine Schwanenmutter mit ihren drei Jungen direkt vor uns hinein und beschützte sie sehr vor unserem großen Schiff. Anschließend versuchten sie bei den wartenden Booten vor der Schleuse ein paar Leckerbissen zu erhaschen.

Auch dem Hotelschiff begegneten wir, dass wöchentlich zwischen Berlin und Schwerin pendelt und eine weitere Möglichkeit des Wasserwanderns bietet.

Die Zeit verging viel zu schnell und es waren wirklich 16 Seen, die wir durchfuhren.

Nach einem schmackhaften Mittagessen auf dem Schiff kamen wir gestärkt in Rheinberg an und konnten uns voll auf die Erläuterungen der Museumsführer im Schloss von Friedrich dem Großen konzentrieren.

Anschließend klang unsere große Sommerfahrt bei einer gemütlichen Kaffeerunde und vielen Gesprächen im Hotel Haus Rheinsberg aus.

Vielen Dank an Frau Doris Klein, die für uns diese besondere Reise ausgesucht hatte und auch an den Kraftfahrer Heiko des Busunternehmens Michael-Reisen, der uns wieder sicher in das sehr heiße Bernau zurück brachte.

Ein stimmungsvolles Sommerfest …

 

… erlebten und gestalteten 65 Mitglieder des Brandenburgischen Seniorenvereines Bernau am 14. Juni in der Gaststätte „Zur Waldschänke“ am Rahmersee.

Um 15:00 Uhr begrüßte der Vorsitzende alle Anwesenden und hieß sie herzlich willkommen.

Danach genossen wir gemeinsam, entsprechend der Saison, Erdbeerkuchen und duftenden Kaffee bei netter musikalischer Unterhaltung.

Es folgte vom Duo Albrecht ein flottes Musikprogramm, dass auch sofort zum Tanz angenommen wurde.

Mit Spaziergängen zum Rahmersee (an den man leider nicht direkt heran kommt), mit Eisessen auf der Terrasse und vielen Tanzrunden vergingen die Stunden des Zusammenseins viel zu schnell.

Ein wohlschmeckendes Abendbrot stillte unseren Hunger.

 

Mit der vom Duo Albrecht angestimmten Polonaise durch Saal und Garten klang unser Sommerfest aus und es wurde die Rückfahrt nach Berau gestartet.

Dem Duo Albrecht und dem Team des Hotels wurde der Dank für die ansprechende Begleitung und Betreuung des Festes ausgesprochen.

Der Vorstand wünschte allen Mitgliedern und Gästen eine schöne erlebnisreiche Sommerzeit.

Von Joachim Klein, Vorsitzender des BSV Bernau

 

Ein Besuch in Leipzig
Von Doris Grübel Mitglied des OV
 
Wie fast immer, wenn wir - Mitglieder des Seniorenvereines Bernau - einen Tages-
ausflug machen, haben wir das passende Wetter.  Dieses Mal ging es nach Leipzig. 
Bei bedecktem Himmel und angenehmen Temperaturen war der Zoo das erste unserer
Ziele.
Die Form der Zoo-Einrichtung, Tiere nach Kontinenten zu ordnen, war für viele von uns 
unbekannt, aber sehr interessant. So leben z.B. in "Afrika" alle Tiere - außer den ausge-
sprochenen Jägern - zusammen in einem ausgedehnten Gehege.  Allerdings war es 
manchmal schwierig, die an den Tafeln genannten Tiere zu entdecken - wie auf einem 
Suchbild. Aber in freier Wildbahn müssen sie ja auch einen Unterschlupf suchen, um sich
zu schützen. So ging unser Rundgang von "Kontinent" zu "Kontinent".
Beeindruckend war vor allem Gondwanaland. Man bekam in dieser Anlage einen guten 
Eindruck von dem Ur-Kontinent mit seiner Fauna,  seiner Flora und seinem Klima. 
Eine gelungene Demonstration der Erde  vor dem Auseinander­driften in die heutigen
Erdteile. Und zugleich eine schöne Bereicherung des Zoos! Erstaunlich, wie sich manche 
Tiere in allen Kontinenten erhalten haben, zum Beispiel die Krokodile.
Am Nachmittag schloss sich eine Stadtrundfahrt in die etwas außerhalb liegenden Stadt-
teile bis zum Völkerschlachtdenkmal an. 
Bemerkenswert, wie grün diese Stadt ist!  Die Stadtführerin informierte uns sehr sach-
kundig  über interessante und für uns unbekannte Details aus der Entwicklung Leipzigs. 
So war für uns neu, dass der berühmte Bahnhof der Stadt nach der Völkerschlacht in eine
 preußische und eine sächsische Hälfte geteilt war,  was man bei genauem Hinsehen noch 
erkennen kann.
Alles in allem ein ereignisreicher, gelungener Ausflug!

 

Jahrelange Tradition

Von Doris Klein

 

Wie schon viele Jahrzehnte ist es im Mai in unserem BSV Ortsverband Bernau Tradition, dass der Bürgermeister zu uns kommt. So auch in diesem Jahr am 14. Mai. 70 Teilnehmer wollten wissen, wie sich unsere Heimatstadt Bernau entwickelt, was geplant ist, was möglich sein wird.

Herr Bürgermeister Stahl enttäuschte unsere Erwartungen nicht. Mit einem Werbefilm, der in Berlin läuft, über die Wohnungen im ehemaligen Heeresbekleidungswerk begann er. Dazu kamen Erläuterungen zur Wohnungsgröße und Ausstattung, sehr schön. Leider für viele unserer Mitglieder nicht erschwinglich. Aber den dann schönen Pankepark werden wir bestimmt nutzen. Auch das neue Stadtviertel an der Schwanebecker Chaussee sah sehr gut in der Animation aus. Dort ist vielleicht auch Platz für Rentner. Die Wobau, hörten wir, hat 60% ihres Wohneigentums an Rentner vermietet. Sie ist bestrebt, noch mehr Wohnungen altersgerecht umzubauen und zu vermieten. Die älteren Mieter danken es ihr.

Natürlich spielte im Vortrag auch das leidliche Verkehrsproblem eine Rolle. Herr Stahl stellte den gedachten Kreisverkehr, die geplanten Parkhäuser und Parkplätze vor. Aber ein Problem wird der Verkehr bleiben. Bernau ist Mittelpunkt für die Orte Biesenthal, Wandlitz, Werneuchen, Panketal und umliegende Orte. Hier spielen Ein- und Auspendler eine große Rolle für den Straßenverkehr.

Erfreut nahmen wir zur Kenntnis, dass es in Bernauer Schulen und Kitas kostenlos Milch und Obst für ein gesundes Essen gibt. Leider sind auch 950 Kinder bedürftig und die Stadt sowie Sponsoren ermöglichen zusätzlich 100 Euro für jedes Kind im Jahr als Unterstützung.

Anschließend beantwortete der Bürgermeister noch einige Fragen,  z. B. - wann wird der Fußweg beiderseitig in der August-Bebel-Straße gemacht, - unterschiedliche Höhe der Gehwegplatten in der Mühlenstraße beseitigt, - wie geht es mit dem Bau am Forum weiter?

Für uns alle ging ein sehr interessanter und informativer Nachmittag im Treff 23 zu Ende. Ein Erfolg für beide Seiten.

Wir freuen uns über das Wachsen und Gedeihen unserer Heimatstadt und sind stolz auf sie.

 

Frauentagsfeier 2018 in guter Stimmung

Von Joachim Klein, Vorsitzender des OV Bernau

 

45 Frauen unseres Ortsverbandes, begleitet von 8 Männern, erlebten im Gasthaus „Spitzkrug“ in Tiefensee die Feier zum Internationalen Frauentag in guter Stimmung.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Joachim Klein und der Übermittlung der Grüße des Landesvorstandes des Brandenburgischen Seniorenvereines hob er hervor: „Es sind besonders unsere Frauen, die in unserem Verband für ein freundschaftliches und kameradschaftliches Zusammenleben einstehen, die die Solidarität und die Gemeinsamkeit pflegen und dafür Sorge tragen, dass niemand einsam sein muss, die sich für einen freundlichen Umgang miteinander verantwortlich fühlen und damit erreichen, das sich alle in unserem Verband zu Hause und geborgen fühlen.

Mit einem Glas Sekt wurde dann auf das Wohlergehen der Frauen und den Internationalen Frauentag 2018 angestoßen.

 

Danach erfolgte das Kaffeetrinken und es wurde gesellig, unterhaltsam und die Tanzlaune - nach einer ansprechenden Musik, präsentiert vom DJ Ollmann - füllte die Tanzfläche.

Mit einem Imbiss wurde die nette Begegnung gegen 19:00 Uhr beendet und es ging planmäßig mit dem Bus der BBG Eberswalde nach Bernau zurück.

Die 39 Frauen, die aus gesundheitlichen bzw. privaten Anliegen nicht teilnehmen konnten, erhielten einen Glückwunschbrief des Vorstandes.

Ein Seniorenverein lebt…

Von Doris Klein VS-Mitglied

 

Am 15. Februar 2018 konnten wir 82 Mitglieder unseres Ortsverbandes zur Jahreshaupt- und Wahlversammlung begrüßen.  Auch Gäste waren unserer Einladung gefolgt: Andre Stahl, Bürgermeister von Bernau, Kollege Dieter Butz, amtierender Landesvorsitzender des Brandenburgischen Seniorenvereines und Klaus Dieter Jäschke vom Territorialen Bündnis Bernau und Umgebung.

Ein Vertreter des Regionalsenders ODF von „Blitz“ filmte während der Veranstaltung.

Den Rechenschaftsbericht über unsere 13. Wahlperiode in den Jahren 2016/17 hielt der Vorsitzende unseres OV, Joachim Klein. Es wurde deutlich, wie vielfältig doch unserer Verbandsleben ist. Interessante Veranstaltungen, Reisen und Tagesfahrten, Sport u. v. m. bereicherten dank vieler ehren­amtlichen Helfer unser Leben. Fleißige Kassierer schufen mit die finanzielle Grundlage.

Die Kassenprüfer konnten eine korrekte Finanzarbeit bestätigen.

Leider gab es zur Diskussion nur eine Wortmeldung. Haben unsere Mitglieder wirklich keine Vorschläge oder Hinweise?

Unsere bisherige Schatzmeisterin Gudrun Wüsteneck wurde gebührend verabschiedet, neue Mitglieder willkommen geheißen und Urkunden für langjährige Mitgliedschaft übergeben.

Auch die kleine Ausstellung von Hobbyarbeiten einiger Mitglieder  wurde von vielen  angesehen.

Der neue Vorstand und die Kassenprüfer wurden einstimmig gewählt.

Dank den Betreibern der Stadthalle für die angenehme Gestaltung des Saales und die gute Betreuung.

 

An alle wird gedacht
Von Doris Klein, VS-Mitglied

 

Überall sind die Fenster weihnachtlich geschmückt, Weihnachtsmusik erklingt in den Straßen und aus geöffneten Fenstern.

Auch unseren BSV OV Bernau hat das Weihnachtsfieber erfasst, alle sollten bedacht werden.

Kranke, die nicht mehr zu unseren Zusammenkünften kommen können, wurden schriftlich zu einer Advendkaffeetafel eingeladen und abgeholt.

Leider mussten aus gesundheitlichen Gründen einige absagen. Sie wurden mit einem Präsent aufgesucht. Aber 8 Mitglieder folgten der Einladung in den weihnachtlich geschmückten Raum und wurden vom Vorsitzenden und einem Vorstandsmitglied mit Kaffee, Torte und Weihnachtsgebäck bewirtet. Gut tat allen die Aussprache, in der viele Erinnerungen ausgetauscht und auch die Verbundenheit zum Verband betont wurden.

Doch die Mehrheit unserer Mitglieder traf sich zur großen Jahresabschluss- und Weihnachtsfeier am 14. Dezember in der Stadthalle Bernau.

 

Nach Weihnachts- und Neujahrswünschen des Vorsitzenden Joachim Klein, Kaffee und Kuchen sorgte die flotte Musik des Duo Albrecht für viel Lust das Tanzbein zu schwingen. Nette Spiele verkürzten die Zeit bis zum Abendessen und den Überraschungsauftritt des Kabaretts „Die Werbellin-Gnietzen“. Sie führten uns vor Augen, wie man sich unfreiwillig komisch im Alter manchmal verhält oder von anderen gesehen wird.

Ein gelungenes Fest fand so seinen Abschluss.

Nun bleiben noch diejenigen, die zu Hause blieben. Auf Grund der guten Finanzarbeit unseres Verbandes, besonders der Schatzmeisterin, konnten wir ihnen ein Grußschreiben mit einem Einkaufsgutschein überreichen.

So wurde am Jahresende an alle Mitglieder gedacht und die Verbundenheit zu unserem Ortsverband weiter gefestigt.

Im Januar 2018 danken wir allen ehrenamtlichen Helfern im Verband, dem Vorstand, den Gruppenkassierern, Interessengruppenleitern und besonders Aktiven in einer Zusammenkunft für ihre unermüdliche Arbeit das gesamte Jahr über. Sie sind die Stützen unseres Verbandslebens und haben eine Anerkennung verdient.

Nun hoffen wir, die vielen guten Wünsche für das Jahr 2018 werden sich erfüllen: Gesundheit für uns Senioren das wichtigste Gut, viele schöne Erlebnisse mit unserem BSV und interessante Zusammenkünfte.

Bernstein - das Gold des Nordens
Von Gerda Korn, Mitglied des Ortsverbandes

 Das Ziel der 40 Teilnehmer bei unserer letzten Tagesfahrt in diesem Jahr war die Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten. In zwei Etappen haben wir in der Schaumanufaktur Ostseeschmuck und dem Bernsteinmuseum im Kloster Ribnitz unvergessliche Eindrücke bekommen.

Die OSTSEE-SCHMUCK GMBH ist ein traditionelles mittelständisches Unternehmen der Schmuckindustrie, dessen Ursprung bis in das Jahr 1948 reicht. Im politischen und wirtschaftlichen Wandel der vergangenen Jahrzehnte hat sich das Unternehmen am ursprünglichen Standort entwickelt, behauptet und stabilisiert.

In der Schaumanufaktur bekamen wir einen Einblick in die Verarbeitung und Gestaltung von Schmuckgegenständen. Interessiert verfolgten wir bei der gläsernen Produktion, wie ein Exponat entsteht. Einige unserer Gruppe erinnerten sich sogar, Anhänger und Ringe vom Ostseeurlaub mit nach Hause gebracht zu haben. Für uns Frauen war es einfach toll, die in den Auslagen befindlichen Ringe selbständig anprobieren zu können. Natürlich wurde auch einiges erworben.

 

Anschließend konnten wir im Bernsteinmuseum im Kloster Ribnitz anschaulich erleben, wie der Bernstein durch die Jahrhunderte das Leben der Menschen beeinflusste. Schon immer wurde Bernstein zu Schmuck verarbeitet. Hochzeitskronen, prachtvolle Halsketten und Rosenkränze, aber auch repräsentative Geschenke für Regenten (z.B. das Bernsteinzimmer) entstanden so im Wandel der Zeiten. Viel Platz wurde einzelnen Künstlern gewidmet. Besonders berührte mich der Lebensweg der Goldschmiede-meisterin Toni Koy. Ihre Meinung, Bernstein solle so verarbeitet werden, dass er über eine Mode hinaus seinen Wert behält, verwirklichte die gebürtige Ostpreußin, auch nach 1945 weiter, als sie in Annaberg-Buchholz lebte.

Allen Teilnehmern gefiel es sehr, dass wir erneut einen Teil unseres Landes näher kennen lernten. Mit vielen neuen Erkenntnissen kamen wir von diesem sonnigen Ausflug an die Küste wieder nach Hause. Unser Dank gilt den Organisatoren und dem Busfahrer.

Ausflug in die Flößerstadt Lychen

Von Gerda Korn, Mitglied des Ortsverbandes

 

 Durch die Schorfheide, über Templin führte uns diesmal unsere Tagesfahrt in die Flößerstadt Lychen.

Wir waren gespannt, welche Besonderheiten des Barnims unsere Reiseverantwortliche, Doris Klein, uns diesmal näher bringen wollte.

Zuerst brachte ein Schiff uns dem Ziel näher, dass für die meisten erst in der Weihnachtszeit Bedeutung bekommt, denn wir stiegen in Himmelpfort aus. Auch Briefe, die im Sommer in den Briefkasten des Weihnachtsmannes kommen, werden bearbeitet, so wurde versichert.

 

Doch uns interessierte mehr der Kräutergarten des Klosters und es wurde lebhaft über die einzelnen Pflanzen gesprochen. Nur als wir zu lange bei den Hexenkräutern stehen blieben, hatten unsere Männer etwas dagegen.

Der Bus brachte uns zurück nach Lychen zu einem sehr schmackhaften Mittagsessen.

 

Frisch gestärkt besuchten wir das Flößermuseum. Obwohl es sehr klein war, barg es doch viel Wissenswertes über das Seengebiet rings um Lychen und natürlich auch über die beschwerliche Arbeit der Flößer. Die starken Eichenstämme wurden bis nach Berlin gebracht und bildeten dort die Grundlage für Schlossbauten.

Nach einem Spaziergang am See, dem Bestaunen von Hausbooten und auch Sportlern, die stehend über den See fuhren, manövrierte uns dann der Busfahrer zu einem Hotel, in dessen Innenhof bereits eine Kaffeetafel gedeckt war. So klang der schöne Tag für uns aus.

Wir freuen uns bereits auf die nächste Fahrt und bedanken uns bei den Organisatoren und dem Busfahrer auf das Herzlichste.

 

Erste IGA in Berlin ein Erlebnis …

Nach einer Idee von Joachim Klein, Vorsitzender

 

Am 20. Juli besuchten 47 Mitglieder des Brandenburgischen Seniorenvereines Bernau die erste IGA in Berlin.

Zuerst fuhren wir mit den Gondeln der Seilbahn zum neu geschaffenen Kienbergpark. Hier oben vom Aussichtsbauwerk Wolkenhain hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Parkanlagen sowie die Stadtteile Hellersdorf und Marzahn.

Nach einer Erfrischung im netten Restaurant ging es mit der Seilbahn weiter zur Endstation „Blumberger Damm“.

Hier nahmen wir die gut gestalteten Blumenhallen in Augenschein. Die vielfältige und bunte Pracht hat uns sehr gefallen. Vieles hätten wir gern mitgenommen! Interessant für uns war auch der teilweise Umbau der Ausstellungsfläche. Dabei kamen wir mit den Gärtnern ins Gespräch, die uns gleich Tipps für die Blumenpflege der Schnittblumen gaben und uns auch erklärten wie sie ein Thema blütentechnisch umsetzen.

Den nächsten sehr gelungenen Ausstellungsbereich bildeten die einzelnen Wassergärten, bei dem sehr sonnigen und auch ein wenig schwülen Wetter ein sehr gelungener Platz zum Verweilen.

Nach einer Mittagspause mit schmackhaften Speisen und flotter Bedienung besuchten einige unserer Mitglieder noch andere Teile der Gärten der Welt. Der neu gestaltete Englische Garten, die Freilichtarena, Denkmalgestaltung sowie die Tropenhalle beendeten den Rundgang.

Mit der Seilbahn ging es dann zurück zum Parkplatz Kienbergpark und mit unserem Omnibus nach Bernau.

Es war für alle ein nachhaltiges Erlebnis.

 

Der Besuch der IGA 2017 in Berlin ist sehr zu empfehlen.

 

Schwäbische Alb – eine wunderbare Landschaft

Von Doris Klein, VS-Mitglied Kultur - Reisen

 

Unsere 19 Teilnehmer des BSV OV Bernau begaben sich mit Mitgliedern der OV Angermünde, Rathenow und Schöneiche auf Erkundungsfahrt mit TABU in die Schwäbische Alb.

In Bad-Urach an der Erms bezogen wir im Kurviertel das Hotel „Graf Eberhard“. Dort wurden wir sehr nett empfangen. Erfreut nahmen wir die gleich nebenan liegende Therme zur Kenntnis. Leider reichte unsere Zeit kaum zu einem Besuch, zu dem unser Hotel extra Eintrittspreise und Bademäntel bereitstellte.

Natürlich erfolgte ein geführter Stadtrundgang durch mit Fachwerkbauten gesäumten Straßen und Gassen in Urach. Dabei lernten wir unseren netten Reiseleiter, Walter, für die nächsten Tage mit seinem schwäbischen Humor und umfangreichem Wissen kennen.

Viele Erlebnisse und Besichtigungen warteten auf uns – aber auch Hitzegrade zwischen 33 und 37 Grad.

Eine Nudelfabrik durfte im Schwäbischen nicht fehlen – einzigartig, wie viele Sorten es gibt, das wurde uns bei der Führung im Werk erst klar.

In Neu-Ulm erlebten wir bei der Setra-Werkbesichtigung die Endmontage des ComfortClass 500 Omnibusses SETRA.

Ulm und sein Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt war ein beeindruckendes Erlebnis. Noch eine Besonderheit wartete am Nachmittag auf uns – der Blautopf in Blaubeuren.  Das Wasser ist unglaublich tintenblau, der Fluss heißt deshalb auch die Blau, die vom Blautopf nach Ulm in die Donau fließt.

Die alte Universitätsstadt Tübingen am Neckar forderte uns mit steilen Gassen und schönen Häusern. Den Höhepunkt bildete eine Stocherkahnfahrt auf dem Neckar, vorbei am Hölderlin Haus und mit Pizza als Mittagessen auf dem Wasser. Anschließend ging es hoch hinauf auf die Burg Hohenzollern mit prunkvoller Schatzkammer und herrlicher Sicht über die Schwäbische Alb.

Noch viel wäre zu nennen – das Barockschloss Ludwigsburg mit prächtigen Räumen und Parkanlagen, für die leider die Zeit nicht reichte.

Den Abschluss bildete eine herrliche Naturfahrt über die Schwäbische Alb.

Erholsam das wunderschöne Lautertal. Und auch hier wurden wir überrascht: in der Seifenmanufaktur erhielt jeder ein blaues, gerade hergestelltes Herz aus Seife, in der Kaffeerösterei und Chocolaterie überraschte man uns mit duftendem Kaffee und einem Stück Torte nach Wahl.

Etwas skeptisch gelangten wir an unsre letzte Station – einen Schneckengarten. Unser Reiseleiter Walter, gleichzeitig der Eigentümer und Betreiber, erläuterte uns humorvoll die Aufzucht und Vermarktung der schleimigen Tierchen. Interessant, aber bestimmt nicht jedermanns Fall. Er selbst mag sie auch nicht essen.

Leider ging damit unsere Fahrt zu Ende.

Viele Jahre Fahrten mit TABU - Reisen und unseren BSV Verbänden, organisiert durch die AG – Reisen, besonders durch Kollegen Blume, müssen nun eingestellt werden. Unser Dank an sie.

Wir danken besonders auch den Omnibusfahrern Helge und Uwe. Wir fühlten uns auf den kurvenreichen Strecken sicher und von ihnen gut betreut.

Leider waren die schönen Tage viel zu schnell zu Ende. 

Ein Ausflug in die Vergangenheit

Von Doris Klein, VS-Mitglied Kultur – Reisen

 

Ein sonniger warmer Maitag, wie schon lange nicht mehr, lockte 38 Mitglieder und ihre Gäste des Brandenburgischen Senioren­verbandes, Ortsverband Bernau, zu einer ersten Ausfahrt 2017. Unsere Ziele waren das Museumsdorf Baruther Glashütte und der Kriegsgräberfriedhof in Halbe.

Mitten im Grünen gelegen, erwartete uns das „schönste Glasmacherdorf Deutschlands“, ein Denkmalensemble europaweit.

Aufmerksam lauschten wir den Erklärungen bei der Führung durch das Museum. Die 300-jährige Geschichte des Ortes wurde an historischen Exponaten, Werkzeugen, Modellen, unterirdischen Schürkanälen sowie einer alten Siemensglaswanne für uns anschaulich erklärt. Bis 1980 lief die Produktion, nach deren Beendigung blieb alles als Museum erhalten.

Ein Glasbläser führte uns seine Kunstfertigkeit vor, wunderschöne farbige Glaswaren wurden von ihm gefertigt. Alles sah so leicht und einfach aus – war es sicherlich aber nicht.

Viele kleine Läden in den Wohnhäusern der Glasmacher luden zum Einkauf ein. Wie konnte es anders sein, im Shop gab es natürlich die schönsten Glaserzeugnisse, die unsere Kauflust anregten. Auch Pflanzen, besonders Minze, wanderten zusammen mit duftendem Brot und Räucherwaren aus dem alten Konsum in unsere Beutel.

Nach einem guten Mittagstisch stand noch Halbe auf dem Programm. Eindrucksvoll und sehr objektiv wurde auf den Stelen vor dem Eingang des Friedhofes die Schrecklichkeit des Krieges, insbesondere der Kämpfe um Halbe im April 1945 deutlich dargestellt. Die SS jagte noch viele ganz junge und alte Männer in einen sinnlosen Endkampf um Berlin gegen die Rote Armee.

Am Mahnmal legten wir ein Blumengebinde nieder, erinnerten an den Krieg, den viele unserer Generation als Kinder und Jugendliche erlebten, wo Väter und Kinder noch 1945 in den letzten Kriegstagen geopfert wurden. Wir gedachten auch der vielen Sowjetsoldaten, manche blutjung, die bei den Kämpfen gefallen sind, der Frauen und Kinder im Kriegsgebiet um Halbe, die ihr Leben lassen mussten. Erschüttert sahen wir die unendlichen Grabtafeln, viele mit Namen, aber auch mit „unbekannt“, oft mit mehreren Namen auf einer Tafel.

Unser Wille nie wieder Krieg – wurde sehr bestärkt.

Gerade in der Gegenwart, wo so viel gehetzt wird, sinnlose Kriege stattfinden, die bei uns schlimme Erinnerungen wecken, müssen wir unsere Erfahrungen weiter vermitteln.

Mit vielen neuen Erlebnissen und Kenntnissen fuhren wir nach einem erholsamen Kaffeetrinken wieder nach Bernau zurück.

Das Ehrenamt unverzichtbar…

von Doris Klein, Vorstandsmitglied

 

Viele werden im ganzen Land für das Ehrenamt gelobt, einige werden beim Minister oder Bundespräsidenten zum Empfang eingeladen, über sie wird in den Medien berichtet. Was aber ist mit den vielen, die unbemerkt im Stillen viele Stunden ihrer persönlichen Freizeit für andere opfern? Auch sie hätten eine Würdigung verdient, denn ohne sie, die vielen Helfer im Kleinen wäre eine Arbeit in den Vereinen, Verbänden, Sportklubs und vielen anderen nicht möglich. Wer würde sich um die Alten, die Kinder und die Kranken kümmern?

Unser Vorstand, selbst alle aktive Ehrenamtler, wollte erneut eine Anerkennung für die fleißige Arbeit der Gruppenkassierer, die die Verbindung zu Mitgliedern pflegen, die nicht mehr so oft kommen können, oder für die Arbeitsgruppenleiter Spiel der Frauen, Skat, Bowling, Sport sowie Reisen & Tagesausflüge aussprechen. Da wir mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel, haushalten müssen, war die Frage was tun? 

Wir luden alle Ehrenamtler zu Kaffee & Kleingebäck in den Treff 23 im Januar ein. Mit seinen Ausführungen zum Jahresrückblick 2016 und zur Planung für 2017 führte der Vorsitzende Joachim Klein noch einmal vor Augen, was für eine Vielfalt der Arbeit doch geleistet wurde und wird und dankte den Anwesenden für ihr gutes Wirken zum Wohle aller Mitglieder. Zu vergessen ist dabei nicht, dass doch viele Ehrenamtler das 80. Lebensjahr erreicht haben und dabei noch aktiv sind.

Zum Abschluss der angenehmen Zusammenkunft wurde ein schmackhaftes Mittagessen mit Dessert gereicht.

Das Ziel, den ehrenamtlichen Helfern in unserem Seniorenverein ein „Dankeschön“ zu sagen, haben wir erreicht, alle waren sehr erfreut über diese Würdigung ihres Einsatzes im Jahr 2016.

Wir begrüßen die weiteren Festlegungen zur Ehrenamtkarte Brandenburg-Berlin, die die Regierungschefs verkündet haben.

Alle Verbände des Brandenburgischen Seniorenvereines e. V. sollten davon gebrauch machen.

 

Gänsekeulen – Weihnachtszeit
Von Doris Klein VS-Mitglied Kultur - Reisen

 

Erfreut nahmen wir Mitglieder des BSV Bernau zur Kenntnis – Herr Scheuing aus Danewitz bot uns ein Gänsekeulenessen im November als Vorgeschmack auf die Weihnachtszeit an.

In den vergangenen Jahren waren es die im Feldbackofen gegrillten Eisbeine, die uns nach Danewitz lockten und mit Genuss verzehrt wurden.

Gänsebraten gehört zur Weihnachtszeit und in Gedanken sahen wir knusprige Keulen schon vor uns auf den Tellern.

So fuhren 24 Mitglieder unseres OV in Fahrgemeinschaften zum Ort des Festessens. In lustiger Runde, bei einem Glas Wein oder Bier je nach Geschmack, zog ein Duft durch den Raum, der uns das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ. Endlich standen sie vor uns – wunderbare braune knusprige Gänsekeulen mit würziger Soße, Rotkraut und Klößen.

Plötzlich wurde es still im Raum – jeder hatte mit der Keule zu tun und die Knochenberge wuchsen.

Familie Scheuing freute sich über das große und herzliche Lob für das ausgezeichnete Essen. Darum wurde am Backofen auch ein Bild zur Erinnerung gemacht.

Aber noch war unser Tag nicht zu Ende. Duftender selbstgebackener Kuchen und dazu Kaffee bildeten den Abschluss der fröhlichen Runde.

Natürlich wurde schon ein Termin für das nächste Jahr ausgemacht. Es sollen wieder Gänsekeulen sein.

Mittwoch ist eingeplant

Von Doris Klein, VS-Mitglied Kultur-Reisen

 

Auch im Alter noch Sport? Aber ja, Beweglichkeit ist wichtig, um Mobilität so lange wie möglich erhalten zu können. Die Sportgruppen des BSV Bernau treffen sich schon seit vielen Jahren jeden Mittwoch mit ihrem bewährten Trainer Hans-Günter-Dahms beim DRK. Damals fühlten wir uns Mitte 60 jung, heute wollen auch die, die 80. und älter sind, nicht auf Seniorensport verzichten. Ein Fitness-Studio hat zu lange Verträge, Übungen erfolgen meist nur an Geräten und es ist zu dem auch teuer. Deshalb blieben unsere Sportgruppen solange bestehen. Einige gingen für immer, andere kamen dazu. Auch Männer überwanden ihre Vorurteile und trainieren fleißig mit. Jeder hat die Möglichkeit, seine Leistungsgrenze auszuloten und Pause zu machen, wenn es nicht mehr gehen will.

Es wird auch oft gelacht, nicht über jemanden, sondern miteinander falls etwas anders ausfällt als es soll. Geräte wie Riesenbälle, Stäbe, Bänder, Bälle u. a. halten unsere langsam steifer werdenden Finger in Bewegung. Wichtig ist natürlich die richtige Atmung, auf die man nicht immer so achtet. Es gibt aber auch Mitglieder, die anderweitig sich an Sport- und Fitnessgruppen beteiligen, zur Sauna und zum Schwimmen gehen.

 

Deshalb Sport frei.

Die Gemeinschaft ist auch ein gutes Mittel, Einsamkeit in der Geselligkeit und bei Bewegung zu überwinden.  Wir haben es verstanden, wenn wir „jung bleiben wollen“ müssen wir uns ewig um die Erhaltung der Koordinationsfähigkeit und Beweglichkeit des eigenen Körpers kümmern.

 

 

 

 

Ein Ausflug nach Misdroy
Von Doris Grübel, Mitglied des Ortsverbandes

Der Bus war so voll wie lange nicht - 55 Mitglieder unseres BSV-OV Bernau wollten es sich nicht nehmen lassen, das polnische Bad an der Ostsee zu besuchen. Es wurde eine lange, aber abwechslungs­reiche Busfahrt. Unser polnischer Reiseführer hatte das Erlernen der deutschen Sprache zu seinem Hobby gemacht und hat uns mit kuriosen Aussprüchen und Weisheiten zu erheitern gewusst. So meinte er über seine neue Chefin: „Neue Besen kehren gut“ - aber alte wissen, wo der Dreck liegt!

Nicht über die neue Brücke führte unser Weg auf die Insel Wollin, sondern durch die Stadt Misdroy. Weiter ging es an der Küste entlang, am Nationalpark vorbei, am Bunker für die V3-Waffen aus dem 2. Weltkrieg und auch am Grünen See. Immer wurden die zerklüfteten Strände als „Relikte“ der Eiszeit gezeigt und erläutert. Erst der Einspruch unserer Reiseverantwortlichen, Hanna Schultz, beendete die weiteren Kommentare des Reiseführers, weil die Gaststätte in Misdroy schon lange mit dem Mittagessen auf uns wartete. „Ausgehungert“, wie wir waren, mundete uns das Essen vorzüglich. Und so nahmen wir auch die kleine Panne in Kauf: Für die letzte Portion waren die Salzkartoffeln ausgegangen, kurze Zeit später kam Ersatz.

In der darauf folgenden Freizeit war ein Bummel über die Seebrücke und die Promenade angesagt. Da es an diesem Tag sehr warm war, bedauerten viele, keine Badesachen mitgenommen zu haben.

 

Nur eine Kollegin hatte vorgesorgt und konnte sich vergnügt in die Wellen stürzen. Einige wenige nahmen ein „Fußbad“, während sich die meisten mit einem Eis abkühlten.

Nach dem Kaffeetrinken ging es wieder auf die Heimfahrt, ohne dass wir den Europa-Park zu sehen bekamen. Der polnische Reiseführer war für einen Kollegen eingesprungen und kannte die geplante Reiseroute nicht. So hatte er verabsäumt, uns das Miniatur-Europa zu zeigen.

Trotzdem war es ein interessanter Ausflug, und allen, die am Gelingen beteiligt waren, gilt unser herzlicher Dank.

Ein Nachmittag mit Heinz Quermann
Doris Klein, VS-Mitglied Kultur-Reisen

Der Humor darf in unserem OV Bernau nicht zu kurz kommen, man sagt ja, Lachen ist gesund!

Uns erreichte ein Angebot von Petra Quermann, über ihren uns allen bekannten Vater Heinz Quermann zu berichten.

Öffentlich luden wir in die Stadthalle ein und 115 Teilnehmer waren erschienen. Auf liebevolle Weise brachte Petra Quermann und ihr Mann mit Bildern, Musik und Ton uns das Leben ihres Vaters nah. Köstlich amüsierten wir uns bei Ausschnitten der bekannten Sendungen aus DDR-Zeiten, „Da lacht der Bär“, „Mit Lutz und Liebe“ oder auch „Ein Kessel Buntes“.

Frau Quermann berichtete, dass ihr Vater eigentlich nicht tanzen konnte, aber in einem „Kessel Buntes“ sahen wir ihn dann die Beine schwingen.

Mit der Sendung „Herzklopfen kostenlos“ ebnete er über 1200 jungen Künstlern den Weg auf die Bühne, um nur einige wenige zu nennen: Helga Hahnemann, Frank Schöbel, Stefanie Hertel. Und dies ohne beleidigende Kommentare, wie sie heute ein Dieter Bohlen von sich gibt.

Uns allen bekannt bleibt die Sendung „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“ an deren Ursprung die Mutter von Petra Anteil hatte. Auch 39 Jahre „Schlagerrevue“ verdankte ihre Existenz Heinz Quermann.

Berührend für uns alle war seine Verabschiedung von der Bühne durch unzählige Künstler, die durch sein Wirken bekannt wurden und ihm herzlichen Dank sagten.

Wir haben viel gelacht und fragten uns, warum man solche Sendungen und Künstler kaum noch im heutigen Fernsehen erleben kann.

Mit einem Blumenstrauß und viel Beifall dankten wir Petra Quermann, die zum Ausdruck brachte, sehr gern mit anderen Programmen über ihren Vater zu uns zu kommen, wir waren ein nettes aufmerksames und heiteres Publikum.

Dafür geben wir auch gern wieder einen kleinen Beitrag, um erneut herzhaft lachen zu können und Erinnerungen aufzufrischen.

Eiszeit im Barnim

Von Doris Klein, VS-Mitglied Kultur-Reisen

 

So recht Bescheid wusste keiner. Durch Zufall entdeckten Doris und Joachim Klein das kleine, aber feine Museum Geopark Groß – Ziethen. Da müssten wir mit unseren Verbandsmitgliedern doch einmal hinfahren.

Unter dem Motto – die nähere Heimat kennen zu lernen – wurde für Juli der Ausflug geplant. Erstaunt nahmen 42 Mitglieder unseres BSV die Ausstellung „Geopark- Eiszeitland am Oderrand“ zur Kenntnis und tauchten in die 15000 Jahre Erdgeschichte ein. Ein Film vertiefte unsere Erkenntnisse. Keiner hatte solch ein aufschlussreiches Museum in der alten historischen Dampfmühle vermutet.

Anschließend fuhren wir zum Mittagessen in die Gaststätte „Kaiserbahnhof“ und in der anschließenden Führung im alten Kaiserbahnhofsgebäude, heute auch Trauungsort, wurden wir wieder um einiges schlauer.

Da das Wetter sehr klar war, hatten wir auf dem Biorama-Turm eine wunderbare Sicht über Joachimsthal, den Grimnitzsee und die unter uns liegenden Wälder. Doch nun meldete sich der Kaffeedurst.

Am Werbellinsee empfing uns das Kaffee „Seerandperle“ mit köstlicher Erdbeertorte und duftenden Kaffee. Dann blieb noch die Besichtigung des Models „Werbellinsee“ auf dem Gelände der Fischereiverkaufsstelle. Bisher kannten wir den See meist nur vom Baden, aber die tiefe Rinne sahen wir dabei ja nicht, erstaunt nahmen wir sie zur Kenntnis. Wieder neues Wissen angeeignet. Natürlich wanderte in der Verkaufsstelle so manches Fischpaket in unsere Taschen.

Wir fuhren mit vielen neuen Eindrücken nach Bernau zurück. Dank allen, die uns führten, bewirteten und fuhren. Unsere nähere Heimat bietet viel Schönes und Wissenswertes – es lohnt sich, sie zu erkunden.  

Baum & Zeit
Von Gerda Korn, Mitglied des Ortsverbandes 

Diesmal brachte uns der Ausflug an einen geschichtsträchtigen Ort. Die ehemaligen Beelitzer Heilstätten mit dem jetzigen Baumkronenpfad, gelegen in einer Parkanlage mit ungeahnter Artenvielfalt und einer Geschichte, die über 100 Jahre in die Vergangenheit zurückreicht, waren unser Ziel.

Der Ausblick vom 40 m hohen Turm über das Gelände, die Nähe der Baumwipfel auf dem 320 m langen Pfad, die häufigen Erläuterungstafeln, die auf die historischen  Gebäude hinwiesen und die Geschichte wieder lebendig werden ließen, bildeten einfach ein Gesamtkunstwerk aus Natur, Historie und Architektur.

Im Schatten alter Bäume unterhielten wir uns über unsere Eindrücke und konnten so richtig die Seele baumeln lassen.

Doch dann fuhren wir weiter zum Spargelhof Klaistow und schmausten noch einmal so richtig Spargel, ehe die Saison für dieses Jahr beendet wird. Es gab allerhand zu bestaunen in diesem Erlebnishof und die Ausblicke fürs Jahr sind sehr vielfältig, also auch für später eine gute Adresse.

Unsere 46 Teilnehmer fanden diesen Ausflug trotz der etwas hohen Sommertemperaturen sehr gelungen. Wir danken den Organisatoren für diese ungewöhnlichen Eindrücke.

Ein erfahrener Fahrer im wohltemperierten Bus brachte uns wieder in unsere heimatlichen Gefilde zurück.

Ein schöner Ausflug zum Wörlitzer Park
Von Johanna Schultz und Doris Klein

 

Es ist ja kein Geheimnis, dass Rentnerinnen und Rentner gern Tagesfahrten zum gemeinsamen Erleben & Kennenlernen bzw. zum Auffrischen von Erinnerungen machen. Auf dem Programm stand dieses Mal eine Fahrt zum Wörlitzer Park mit Spaziergang und Gondelfahrt mit Kaffeetafel.

Voller Erwartungen machten sich 47 Mitglieder des BSV Bernau auf den Weg. Etwas „rentnerunfreundlich“ Abfahrt 07.00 Uhr bei kühler Witterung und diesiger Sicht. Je näher wir dem Ziel kamen, umso besser wurde das Wetter. Alle hielten Ausschau nach der Abfahrt zum „Wörlitzer Park“, aber diesen gibt es nicht mehr, sondern „Wörlitzer Anlagen“ lautet sie nun. Ein kleiner Hinweis zur ehemaligen Bezeichnung wäre hilfreich gewesen und hätte uns Umwege erspart.

Die Sonne schien und die meisten nutzten die Freizeit vor dem Mittagessen zu einem Entdeckungsrundgang durch den Park. Das Schloss wird gerade restauriert, aber Küchengebäude mit Laden und kleiner Gaststätte sind offen, dort trafen sich viele unserer Busbesatzung. In der stilvoll gestalteten Gaststätte „Grüner Baum“ wurde uns das Mittagsmahl freundlich serviert.

Keine 5 Minuten vom „Grünen Baum“ entfernt war die Gondelstation. Wir staunten nicht schlecht – weiß eingedeckte Tische, mit Blumen, Polstern auf den Sitzflächen und als Höhepunkt Kaffee, Käsetorte und Kaltgetränke erwarteten uns. Mit vier Gondeln ging es dann auf dem Wörlitzer See zu den Kanälen.

Eine romantische Fahrt vorbei an ehrwürdigen zum Teil seltenen Bäumen, blühenden Rhododendron und Goldregen und noch viele Pflanzen & Blumen begleiteten uns. Unterbrochen von kleinen schönen Brücken, versteckten Bauwerken, einer goldenen Urne, schönen Sichtachsen und einer erholsamen Ruhe glitten unsere Gondeln dahin. Die Gondoliere erklärten sachkundig die Sehenswürdigkeiten, Entstehung und Entwicklung der Parkanlagen, beantworteten geduldig neugierige Fragen unsererseits.

Dies alles bei herrlichem Sonnenschein und angenehmer Wärme. So wurde der Ausflug zu einem wunderschönen Erlebnis, wenn auch Brandenburg uns wieder mit grauem Himmel empfing.

Dank an den Omnibusfahrer der BBG und an die Organisatoren der Fahrt.

 

Apoldaer Strickwaren…

von Doris Klein, Vorstandsmitglied Bernau

 

Bei diesen Worten werden Erinnerungen wach. Viele Frauen fuhren zu DDR-Zeiten nach Berlin in die Schönhauser Allee. Dort gab es ein Geschäft mit den begehrten Strickwaren aus Apolda und jede schätzte sich glücklich, wenn sie ein Stück der schönen Quali­tätsware erwerben konnte. Diese Erzeugnisse waren aber auch im Westen Deutschlands sehr beliebt und brachten der DDR Devisen, für uns also nicht immer zu haben.

Zur Wende 1989/90 wurde es still um Apolda. Wie so viele Kombinate wurde auch dieses in Apolda „abgewickelt“, wie es so schön hieß und viele Frauen wurden arbeitslos.

Die Familie Landgraf überlegte und gründete ein „Strickatelier“, entwirft, strickt und reist mit Modenschauen durch die Neubundesländer, schaffte sich so eine Existenz.

 

Auch wir hörten von Mitgliedern unseres BSV davon und traten, vermittelt durch das Ehepaar Döblin, in Kontakt mit der Firma. Endlich, am 18. April, war es soweit, obwohl als zweite Veranstaltung im Monat durchgeführt, war die Stadthalle von unseren Mitgliedern und auch Gästen gut besetzt.

 

Drei Frauen verschiedener Konfektionsgrößen und ein Mann, Mitglieder unseres Verbandes stellten sich als Model zur Verfügung. Mit „A“ & „O“ wurden sie in den gut aussehenden Pullovern, Röcken und Kleidern begrüßt.

Die Kauflust war geweckt, es herrschte bei Frau Landgraf großes Gedränge und viele Teile wechselten den Besitzer. Wem etwas nicht so passte, dem wurde Maß genommen und er erhält ein genau passendes Stück übersendet.

Einhellig die Meinung – eine gelungene Präsentation Apoldaer Strickmoden, die wir wiederholen werden.

Unser Dank gilt der Firma Landgraf, der wir eine gute Zukunft wünschen.

25 Jahre voller Aktivitäten und Erlebnisse
Von Doris Klein, Gründungs- und Vorstandsmitglied 

Am 07. April beging der Brandenburgische Seniorenverein Bernau sein 25jähriges Bestehen. Als BRH im Deutschen Beamtenbund durch Joachim und Doris Klein mit 11 Mitgliedern 1991 am 11. April 1991 gegründet, ist der heutige BSV eine feste große Gemeinschaft geworden. Uns einte der Kampf für gerechte Renten als Haupt­anliegen der damaligen Zeit, bekundet durch die Teilnahme an großen Demonstrationen in Dresden, Potsdam und Berlin. Vieles wurde dabei erreicht, aber noch nicht alles.

Doch wir wollten auch als Gemeinschaft die Zusammengehörigkeit und Freizeit gestalten. Für viele Mitglieder waren selbst die nähere Heimat Brandenburg und die Umgebung im Barnim fremd. So führten bis heute viele Tagesausflüge mit stets vollen Bussen dahin.

In den ersten Jahren, als wir noch agiler und jünger waren, erfolgten auch Mehrtagesfahrten nach Österreich, an den Bodensee, nach Thüringen und Champigny-sur-Marne in Frankreich.

Eine Anzahl Mitglieder betätigte sich seit 1998 in den Sportgruppen beim DRK wöchentlich und beim Bowling 2x jährlich, Männer treffen sich monatlich zum Skat und Frauen zum Spielnachmittag. Unsere regelmäßigen Zusammenkünfte dienten aktuellen Problemen, z. B. Sicherheit im Alter; Gesundheitsfragen oder Gesprächen mit dem Bürgermeister zur Entwicklung der Stadt. Vieles wäre noch zu benennen. Alles wurde kurz in der Festrede des Vorsitzenden angesprochen.

Wir konnten zum Festakt als Ehrengäste begrüßen: Herta thor Straten, Erste Landesvorsitzende und die Schatzmeisterin Anneliese Marx des Brandenburgischen Seniorenvereines, den Bürgermeister unserer Heimatstadt, Andre Stahl sowie die Sozialdezernentin der Kreis­verwaltung Barnim, Silvia Ulonska. Die Grußworte der Ehrengäste wurden mit viel Beifall zur Kenntnis genommen.

Mit einem Glas Sekt stießen wir auf unsere erfolgreiche 25jährige Arbeit an. Der Landes- und der Ortsvorstand überreichten an 31 Mitglieder Ehrenurkunden, Ehrennadeln sowie Sachgeschenke.

Begeistert nahmen die Teilnehmer den Mann am Fagott, Herrn Jörn Behring, mit seinem Programm auf. Den Höhepunkt bildete ein Episodenfilm über 25 Jahre unseres Verbandes, den das Mitglied Hans-Günter Dahms, innerhalb kurzer Zeit hergestellt hatte.

Alle Teilnehmer waren am Schluss des Festaktes von der Zusammenkunft tief beeindruckt. Unsere Maxime bleibt: „Gemeinsam sind wir stark - können und werden wir etwas bewegen!“ 

Zur Arbeit des Vorstandes im BSV Bernauer Seniorenverein Mobilität e.V.
Von Joachim Klein, Vorsitzender des OV 

Auf der Grundlage der von den Mitgliederversammlungen zu Beginn des jeweiligen Jahres beschlossenen Arbeitspläne, der Beschlüsse des BSV-Landesvorstandes sowie der Orientierungen des Seniorenrates des Landes Brandenburg zu den Brandenburgischen Seniorenwochen hat der Vorstand als Team die monatliche Wirksamkeit des Ortsverbandes gesichert.

 Dies erfolgte insbesondere mit den monatlichen Vorstandssitzungen, deren Inhalt stets die folgenden Schwerpunkte sind:

 * Aktuelle Informationen zur Regierungspolitik der BRD; zu neuen Gesetzen wie z. B. zur Pflege und Betreuung; zu Rentenfragen und anderem. Behandlung der Rundschreiben des BSV Landesvorstandes und Konsequenzen daraus für den Ortsverband. Behandlung des Konzeptes für die Brandenburgische Seniorenwoche und wie der Ortsverband an den Projekten teilnimmt bzw. mit welcher Veranstaltung wir zum Gelingen der Woche beitragen können (es war immer unser Sommerfest!). Wir nahmen mit Mitgliedern aber auch an Eröffnungs- u. Abschlussveranstaltungen, den Kreisseniorensportfesten und an den Deutsch­Polnischen Chortreffen teil.

 * Die monatliche Mitgliederzusammenkunft. Hier geht es um die Gewinnung von Referenten bzw. Gesprächspartnern für die inhaltlichen Themen und welche Verbandsinformationen erfolgen müssen. Absprachen mit den Betreibern der Stadthalle über möglichen Technikeinsatz, Pausenversorgung, Bestuhlung des Saales u. a.

 * Sonstiges, hier vor allem die Festlegung für Gratulationen zu runden Geburtstagen, Probleme der Mitgliederbewegung, eventuell notwendige Krankenbesuche, Anliegen der Vorstandsmitglieder, Stand der Ausflugsvorbereitungen.

 Die Hauptverantwortung, dass diese Beratungen ordnungsgemäß stattfinden, trägt der Vorsitzende J. Klein.

 

Anmutige Tänzer erfreuten uns
Von Doris Klein, Vorstandsmitglied
 

 Wie jedes Jahr feierte der Brandenburgische Seniorenverein Bernau sein Weihnachts- und Jahresausklangsfest in der Stadthalle.

Nach der Begrüßung und guten Wünschen für das kommende Jahr 2016 durch den Vorsitzenden Joachim Klein ließen wir es uns bei schmackhaften Kuchen und Kaffee wohl ergehen.

Eine tolle Überraschung für die 85 anwesenden Mitglieder und Gäste unseres Verbandes waren die grazilen Tänzerinnen und Tänzer der Ballettschule „ La Sylphide“ Bernau. Wie Elfen schwebten sie über die Tanzfläche in wunderschönen Kostümen. Begeisterter und anhaltender Beifall bewies einmal mehr, dass Kinder und Jugendliche die älteren Menschen sehr erfreuen können.

Durch diese schönen Aufführungen wurde auch bei uns der Tanzwille zu der Musik des Duos Albrecht beflügelt.

Die gastronomische Betreuung durch das Team des Waldkaters Bernau fand die Anerkennung aller Teilnehmer.

Aber auch unsere Kranken und Nichtteilnehmer am Jahresausklang werden nie vergessen und erhalten ein nettes Schreiben mit Gutschein als Weihnachts- und Neujahrsgruß.

Ein bemerkenswertes Denkmal
von Doris Grübel, Mitglied des OV Bernau 

   Sicher ist nicht vielen Bernauern bewusst - selbst denen nicht, die dort einst gearbeitet haben -, dass unsere Stadt in Waldfrieden ein Architekturdenkmal von weltweiter Bedeutung besitzt. Dass die ehemalige Gewerkschaftsschule ein Bauhaus-Ensemble ist, von den Architekten Meyer und Wittwer erbaut, war zwar bekannt; aber worin die Besonderheit und Einmaligkeit besteht, wird einem erst bewusst, wenn man dort zur Einleitung den Film gesehen und eine Führung durch die Anlage erlebt hat.

   Rund 70 Mitglieder unseres Ortsverbandes haben sich mit den Kennern des Bauhausdenkmals und der Geschichte des Ensembles, Herrn Seeger und Dr. Steiniger, vertraut gemacht. Deren Begeisterung und umfangreiches Wissen haben uns mitgerissen. Wir möchten beiden unseren herzlichen Dank sagen für ihre sehr anschauliche Führung und ihr Engagement im Förderverein "Bauhaus Bundesschule Bernau e. V."

   Wie die Architekten Meyer und Wittwer das Ensemble in die Landschaft eingepasst, das Licht wirkungsvoll genutzt haben, ist sicher einmalig und bewundernswert. Auch in den einzelnen Abschnitten der Häuser gibt es viele Besonderheiten, die bei anderen Bauwerken so nicht zu finden sind. Einige dieser Eigenheiten haben wir im Speisesaal gezeigt bekommen, in dem wir uns während einer kleinen Kaffeepause aufhielten.

   Bemerkenswert  sind die Helligkeit  und das Schnörkellose, die alle Räume auszeichnen. Die  großen Glasfassaden  sind  eine  gekonnte  Verbindung  zur  natürlichen  Umgebung. Dabei ist  das gesamte  Ensemble  in  nur  zwei Jahren  (1928 - 1930)  entstanden - heute kaum zu glauben.

   Wir wünschen dem Förderverein mit seinem Vorsitzenden Friedemann Seeger bei der weiteren Rekonstruktion, jetzt des Umfeldes, auch in Zukunft ein so gutes Einfühlungsvermögen und Erfolg beim Antrag um die Aufnahme des Denkmals in das Weltkulturerbe der UNESCO.

 

Eine Schifffahrt die war lustig
von Johanna Schultz stellv. Vorsitzende des OV

Eine Schifffahrt die ist lustig, eine Schifffahrt die ist schön, diese war wunderschön, es war eben anders als sonst. Das Wetter, wie fast bei allen Fahrten, war ausgezeichnet. Der Bus brachte uns, 48 Mitglieder des BSV Bernau, nach Oderberg zur Anlegestelle und dort wartete ein kleines Schiffchen (die MS Stadt Oderberg) auf uns – nur für uns. Alle fanden einen Platz, natürlich auf dem Oberdeck – und dann ging es pünktlich um 10.00 Uhr los. Ab Oderberg fuhren wir auf der Alten Oder und ab Hohensaaten auf dem Friedrichswalder Kanal bis Stolpe.

 Zwischenzeitlich passierten wir eine Schleuse, deren Technik anders als gewohnt oder bekannt war. Die Schleusentore gingen nicht seitwärts ausein­ander sondern sie wurden nach oben ausgefahren. Jeder für sich genoss die himmlische Ruhe. Das Schiff glitt gemächlich am Oderberger Stahlbauwerk vorbei, am Jachthafen und einzelnen Häusern, danach folgten Wiesen & Wälder, Kühe & Schafe. Wir sahen Kormorane, Schwäne & Fischreiher. Natur pur, die jeder auf seine Weise genießen konnte. An den Dämmen war zu ermessen wie der Wasserstand sonst war – 70 cm höher! Die Deiche waren durchweg gepflegt und flößten Vertrauen ein. So näherten wir uns dem Reiseziel der Halbzeit, nämlich Stolpe. Der Stolpe-Turm – im Volksmund der Grützpott – war leider über die Mittagszeit geschlossen. Es ging hierbei um den Aussichtsturm, der einen schönen Blick über das Oderland geben sollte. Aber auch vom Fuße des Turms war die Aussicht sehr schön.

Trotz aller Idylle darf nicht unerwähnt bleiben, dass selbstver­ständlich für das leibliche Wohl Sorge getragen wurde. Dafür wurde im Schiffssalon eingedeckt. Es gab ein schmackhaftes Mittagessen und später Kaffee & Kuchen.

Der Kapitän versorgte uns mit Informationen über die Landschaft, seine beiden Mitarbeiter sorgten zügig für Essen und Getränke.

Familie Klein hatte, wie immer, alles vorzüglich vorbereitet. Dafür sagen wir Danke. Um 16.00 Uhr gingen wir wieder an Land. Es war wunderschön und viele neue Eindrücke über unsere nähere Heimat konnten gewonnen werden.

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Hansestadt Havelberg – ein Erlebnis
Von Doris u. Joachim Klein

Fünf Standorte der BUGA 2015. Wohin zuerst? Der Ortsverband Bernau suchte sich das weiteste Ziel – Havelberg – aus.

Bei gutem Wetter mit erträglichen Sommertemperaturen fuhren 49 Mitglieder am 23. Juli zur BUGA in die Hansestadt Havelberg.

Am Bischofsberg ging es zwar bergan, aber unterwegs ließen uns bunte Sommerblumenbeete verweilen und Atem schöpfen. Oben angekommen entschädigte uns ein herrlicher Blick über die Stadtinsel und die Havel. Kostenlos konnte man den Dom St. Marien besichtigen, ein imposantes Bauwerk! Aber war das schon alles? Obwohl die Rosenschau in der Kirche St. Laurentius vorbei war, erwartete uns dort eine wunderbare Hortensienpracht.

 Solch eine Fülle und Farbenvielfalt hatten wir noch nie gesehen, von weiß, rosa, dunkelrot, blau, zwei- und dreifarbig war alles vorhanden. Besonders begeisterten uns die tollen Blumenampeln mit Hortensien, so etwas war uns völlig unbekannt und gern hätten wir sie mitgenommen - aber das ging ja nicht – andere Besucher wollten sich daran sicher auch noch erfreuen.

Eine Überraschung für die Teilnehmer war der Halt in Stölln mit dem legendären Flugzeug IL 62 der Interflug der DDR. Einhellig die Meinung, hier waren noch mehr Blumen und Zierpflanzen zu sehen als in Havelberg. Kakteen, Steppenstauden, Wildrosen u. v. m. begleiteten uns auf dem Flieger- und Landschaftspfad bis zum höchsten Punkt der Anlage.

Natürlich tat auch Kaffee, Kuchen und Eis gut und wir waren müde, aber auch voller großartiger Eindrücke für die Heimfahrt gerüstet.

Herzlichen Dank der BBG Eberswalde, Betriebshof Bernau für den Bus „Der Barnimer“ und dem Omnibusfahrer für die angenehme und sichere Fahrweise. Auch den Organisatoren ein Dankeschön für das tolle Erlebnis.

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Eine Fahrt an das Ende der Oder
Von Doris Klein, VS-Mitglied Kultur-Reisen

Wohin sollen die Fahrten des BSV Ortsverbandes Bernau im Jahr 2015 gehen? Selbstverständlich zur Buga und zwar nach Havelberg! Aber viele wollten auch die polnische Stadt Stettin erkunden.

Uns 50 Reiselustige empfing eine lebendige große Stadt mit vielen alten schönen Häusern, regen Verkehr und viel Grün.

Unser Stadtführer – ein junger, gut deutsch sprechender Germanist – zeigte uns dann viele Sehenswürdigkeiten.

 

In der großen wieder aufgebauten Jakobskathedrale erhielten wir eine ausführliche Information zur Stadtgeschichte und ihrer Entwicklung. Erstaunt waren wir über eine moderne Form der Beichtstühle, so etwas sahen wir erstmalig.

Das Schloss der Pommerschen Herzöge beeindruckte uns mit seiner wechselvollen Geschichte seit dem 12. Jahrhundert, besonders da es einmal unter der Herrschaft der Herzöge Barnim stand. Die moderne neue, ganz in weiß gehaltene Philharmonie würde mancher von uns gern mal zu einem Konzert besuchen, zumal die Karten erschwinglich sind.

Doch schon wartete ein reichhaltiges und sehr gutes Mittagessen auf einem Restaurantschiff mit freundlicher junger Bedienung auf uns.

Bei der anschließenden Hafenrundfahrt freuten sich alle, als wir Krane aus Eberswalde entdeckten, die noch voll funktionstüchtig sind.

Den krönenden Abschluss bildete eine Kaffeetafel mit köstlicher Torte im 22. Stock eines Hochhausturmes. Man konnte in dem Kaffee rundherum gehen und die wunderbare Aussicht auf Stettin, den Hafen und die Oder bewundern. Bis zum Horizont hatte man eine klare Sicht.

Müde, aber voller neuer Eindrücke fuhren wir zurück. Das Reisebüro „ Bruss – Urlaub in Polen“ hatte diese Tagesfahrt gut organisiert und beim polnischen Omnibusfahrer fühlten wir uns sicher, der Dank ging auch an ihn. 

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Für den Frieden der Welt
Von Doris Klein, Vorstandsmitglied

Dieses Lied von Kuba/Schostakowitsch berührte uns, etwa 300 Versammelte, in der Stadthalle Bernau, die der Einladung des Sprecherrates des Territorialen Bündnisses Bernau und Umgebung gefolgt waren, besonders. Die meisten von uns hatten als Kind und Jugendlicher den wahnsinnigen Krieg Hitlerdeutschlands noch miterlebt. Der Bürgermeister Bernaus, Andre Stahl (DIE LINKE), begrüßte als Schirmherr die Gäste und würdigte den Anlass der Veranstaltung.

Der Referent, Dr. Arnold Schölzel, Chefredakteur der Zeitung "junge Welt", gedachte des 70. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus und würdigte besonders den Anteil und die Opfer der Roten Armee daran. Aber er wies auch an Fakten nach, dass es keinen Frieden in der Welt seit 1945 gibt und wieder Menschen ihr Leben lassen müssen. Leider auch Deutsche, wie in Afghanistan und anderen Ländern. Wir unterstützen die Forderung, kein Kriegseinsatz der Bundeswehr und keine Waffenlieferungen Deutschlands in kriegführende Länder. Für seinen sachlichen und informativen Vortrag bekam Dr. Schölzel viel Beifall.

 

In der folgenden Stunde hörten wir den „Ernst-Busch-Chor Berlin e.V.“ mit seinem Programm anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus. Bei einigen Liedern wurde die Originalstimme von Ernst Busch eingespielt. Viele uns bekannte Lieder ließen uns leise mitsummen: Kalinka, Die Rose war rot, Herrlicher Baikal, die Kinderhymne von Brecht/Eisler und viele andere. „Wart auf mich“, das Lied eines Sowjetsoldaten an seine Liebste, berührte uns stark. Leider ging die Stunde zu schnell vorbei und die Sängerinnen und Sänger mit hoher stimmlicher Qualität und ihrem jungen Dirigenten Daniel Selke beendeten das Konzert unter großem Beifall.

Einstimmig wurde von den Teilnehmern eine Erklärung zum Frieden verabschiedet und die Meinung geäußert: Es war eine festliche, inhaltsvolle Veranstaltung, dafür Dank dem Sprecherrat des Territorialen Bündnisses Bernau und Umgebung.

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Gelungener Auftakt für das neue Jahr
Von Joachim Klein, Vorsitzender

 Wir begannen unsere Januarversammlung einmal anders. Die Mitglieder waren überrascht, als wir mit einem zünftigen Akkordeonkonzert der Musikschule „Fröhlich“ aus der Gemeinde Panketal unseren Jahresauftakt gestalteten.

 

20 Kinder & Jugendliche mit Akkordeons verschiedener Größen, geleitet von Frau Seemann und von Frau & Herrn Weissig als Leitungskräfte der Musikschule, boten ein inhaltsvolles und ansprechendes 30 Minuten Programm. Es war eine Freude zu sehen, mit welcher Hingabe die Kinder & Jugendlichen ihre Darbietungen spielten und die Instrumente beherrschten. Besonderen Beifall erhielten die 8 kleinen Mädchen der 1. Klassen für ihre Einlage mit Triolen, als Vorläufer für das Akkordeonspiel.

Mit viel Applaus und einer Prämie von 100,00 Euro sowie mit Blumen für die beiden Leiterinnen, sagten wir 95 teilnehmenden Mitglieder herzlichen Dank für das gelungene Konzert zum Auftakt unserer Arbeit 2015.

Vorher konnte jeder Kaffeetrinken, wurden Anmeldungen für wichtige Projekte in 2015 erfasst und kurze Hinweise zum Arbeitsplan für das laufende Jahr gegeben.

Es war für unseren Ortsverband ein schöner Auftakt für die vielen interessanten Vorhaben im Jahr 2015. 

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Festlicher Jahresausklang
Von Doris Klein, Mitglied des Vorstandes

Wieder geht ein Jahr zu Ende und wir haben es festlich verabschiedet. Am 11. Dezember 2014 feierten wir mit Sekt, Kuchen und Kaffee sowie schmackhaftem Abendessen unser Jahresabschluss- & Weihnachtsfest in der Stadthalle Bernau.

Eine Augenweide waren die Tänzerinnen und Tänzer des Tanzklubs Bernau. Sie erfreuten unsere Mitglieder und Gäste mit lateinamerikanischen und Standardtänzen.

Alle waren von den Darbietungen überrascht und wollten unbedingt eine Zugabe. Mit Blumen und kleinen Präsenten sowie starkem Beifall wurden die Tanzpaare verabschiedet.

Für Stimmung und Tanzfreudigkeit sorgte wie immer das Duo Albrecht.

Auch die aus vielfältigen Gründen zu Hause Gebliebenen wurden mit einem Gutscheinscheck und einem Weihnachts- & Neujahrsgruß bedacht. Im kommenden Jahr wird unsere Arbeit weitergeführt und viele schöne Momente werden die Mitglieder erleben.

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Vom Stralauer Fischzug zur  „Wasserstadt Stralau“
Von Henry Jäger, Mitglied des Ortsverbandes Bernau

 Unser jährlicher Herbstspaziergang führte uns diesmal bei schönem Wetter an zwei Sonnabenden mit insgesamt 21 noch rüstigen Senioren an die innerstädtische Spree zum Treptower Park. Dort machten wir uns unter anderem mit dessen Geschichte als Ausflugsort der Berliner, als Standort einer kaiserlichen Gewerbeausstellung, der Begräbnisstätte von 5 000 im Kampf um Berlin  gefallenen Sowjetsoldaten, des wunderschönen Rosengartens und der heutigen Nutzung als Hafen für Ausflugs­dampfer vertraut.

Danach überquerten wir die Spree auf der Fußgängerbrücke und gelangten vorbei an den restlichen Gebäuden der stillgelegten Industriebetriebe auf den riesigen Bauplatz Stralau.

Im Jahr 2000 wurde begonnen die Halbinsel Stralau, die früher stark industriell geprägt war, zur „Wasserstadt Stralau“ umzubauen. Es sollen hier großzügige Wohnanlagen mit 5 000 Wohnungen entstehen, außerdem 500 000 m² Büro- und Gewerbe­flächen, Schulen und Kindertagesstätten. Das Ziel ist ein neues, attraktives Wohngebiet mit hoher innerstädtischer Wohnqualität inmitten von Parks und Promenaden zu schaffen. Beeindruckt von den bereits bezogenen Gebäuden mit riesigen Balkons und teilweise Dach- und Wintergärten mit gepflegten und abgegrenzten Vorgärten und dem starken Baumbewuchs an den Straßen nahmen wir auch die exakten Miet- und Kaufpreise für Neubauwohnungen zur Kenntnis.

Auf dem offenen Durchgangsgrundstück Alt Stralau Nr. 18 besichtigten wir die Gedenkstätte für Karl Marx, der hier 1837 als 19jähriger Student wohnte und täglich bei jedem Wetter den Weg zur Berliner Universität hin und zurück zu Fuß bewältigte. Gleichzeitig damit wird auch über den siegreichen Streik der Stralauer Glasarbeiter von 1907 durch eine Bildhauerarbeit informiert

Wir erfuhren auch, dass Stralau von 1899 bis 1951 von einer Straßenbahnlinie 82 befahren wurde, die sogar bis 1932 durch einen durch die AEG erbauten Versuchstunnel unter der Spree nach Treptow fuhr. Der Tunnel wurde während des  Krieges durch eine Bombe beschädigt. Nach dem Krieg wurden die Einfahrten abgerissen und der Tunnel auf beiden Seiten zuge­schüttet. Die aus dem Mittelalter stammende Stralauer Dorf­kirche wurde im Februar 1945 ebenfalls schwer durch eine Luftmine beschädigt. Sie hat seitdem eine Schieflage und wurde 1947 wieder aufgebaut.

Der Stralauer Fischzug geht auf das Jahr 1574 zurück. Der brandenburgische Kurfürst Johann Georg erließ das erste Fisch­schongesetz, indem er das Fischen zwischen Ostern und Bartholomäus (24. August) verbot. Daraus entstand ein ein­wöchiges Volksfest der Berliner, welches zu wüsten Saufgelagen, Schlägereien usw. ausartete und mehrfach verboten wurde. Wegen der Industrialisierung Stralaus verlagerte sich das Fest in den Treptower Park.

Mit dem BVG-Bus 347 fuhren wir, bereichert mit einigen Erkenntnissen, bis Ostkreuz und mit der S-Bahn zurück nach Bernau.

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Eine Straße wird angehoben...
Von Doris Klein, Mitglied des Vorstandes für Kultur u. Reisen

Der Andrang war groß, denn 60 Mitglieder unseres Seniorenvereines wollten eine Schifffahrt machen. Es gab noch mehr Teilnahmewünsche, aber leider war der Bus kein „Stretchbus". So fuhren wir durch Berlin nach Treptow zum Hafen. Der Wettergott war uns wie immer hold, die Sonne schien bei angenehmen Temperaturen bis zur Heimkehr.

Unterwegs nach Woltersdorf sahen wir links und rechts des Ufers viel  Bekanntes - der „Aha-Effekt" machte sich bemerkbar - das kennen wir doch! Aber auch viel Neues, Prachtvillen - leider nicht unsere Preisklassen, aber schön anzuschauen. Herrlich gepflegte Grundstücke mit bunten Sommerblumen und sattem grünen Rasen entlockten in vielen den Wunsch - hier würden wir auch bleiben.

Auf dem Müggelsee, den größten See in Berlin, begleiteten uns Paddler, eine Gruppe die gerade lernte mit dem Brett umzugehen, schnelle Boote und große Yachten. Nur Schwimmer sahen wir keine - wahrscheinlich war es doch etwas zu kühl.

Durch den Dämeritzsee fuhr unser Schiff zum Flakensee, unserem nächsten Ziel. In den Flakenseeterrassen wartete köstlicher Kuchen und guter Kaffee auf uns bei einer schönen Aussicht auf das Gewässer.

Dort erlebten wir dann, wie eine Straße sehr schnell in die Höhe gehoben wurde, um den Schiffsverkehr nach und von Rüdersdorf durch die Schleuse Woltersdorf zu lassen.

So etwas sahen wir, staunend aus der Vogelperspektive, von der Treppe über der Schleuse, zum ersten Mal.

Etwas müde, aber um viele schöne Erlebnisse reicher fuhren wir wieder nach Bernau zurück.

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Viele Tiere und der Wasserturm
Von Johanna Schultz, stellv. Vorsitzende des BSV Bernau 

Wieder fuhren Mitglieder des Brandenburgischen Senioren­verbandes Bernau mit dem Omnibus in die näherer Umgebung. Auf dem Programm standen ein Besuch im Zoo Eberswalde und der Wasserturm in Finow. Der Wettergott war uns hold und wir ver­trauten uns im Zoo einer bewährten Mitarbeiterin, Frau Schwarz an, die uns Einblicke über die Entwicklung des Zoos und seiner Tiere vermittelte. Wir waren begeistert, wie sie mit einem umfangreichen Wissen zur Tierwelt, gleichzeitig mit Humor, Begebenheiten und Entwicklung verbunden hat, die man ohne Führung so nicht erfahren hätte. Wer den Zoo einige Zeit nicht gesehen hatte, konnte viele positive Ver­änderungen feststellen, u. a. befestigte Gehwege und abwechselungsreiche Spielplätze bzw. Möglichkeiten für Kinder­beschäftigung.

Die frische Luft und der ca. 2-stündige Rundgang hatten großen Appetit hervor gerufen. Auch dafür war gesorgt.  In der Gaststätte „ Am Wasserturm" wurden wir erwartet und versorgt. Der Kommentar: es hat allen geschmeckt.

Nach der Stärkung ging es zur Besichtigung des Wasserturms, der sich unmittelbar neben der Gaststätte befindet. Beinahe wäre dies ins Wasser gefallen, nur beinahe. Der Vorsitzende des Fördervereins Finower Wasserturm und sein Umfeld e. V., Herr Laffin, hat die Situation gerettet. Der unter Denkmalsschutz stehende Turm hat eine lange Geschichte, angefangen von der Produktion von Werkzeugen, Schrauben, Nieten, Maschinenteilen u. a. und dem damit verbundenen Wasser­verbrauch, der durch den Turm kompensiert wurde, ist der Name entstanden. Mit dem Fahrstuhl fuhren  wir in das kleine, aber feine Museum hinauf. Dann hieß es tapfer die letzten 40 Stufen zu erklimmen. Gekrönt wurde die Mühe auf der Plattform mit einem Ausblick in die herrliche Umgebung. 

Erschöpft, aber zufrieden traten wir die Heimreise an. Danke den Initiatoren für die wundervollen Erlebnisse.

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Ausflug zu den „Gärten der Welt
Von Gerda Korn, Mitglied des Ortsverbandes 

Zuerst führte uns der Weg an plätschernden, wispernden und raunenden Wasserspielen mit Blumenrabatten vorbei und dann öffnete sich der Blick auf das weiträumige Gelände mit den einzelnen Themengärten.

In kleinen Gruppen bestaunten wir Neues und bereits Bekanntes. An diesem schönen Sommertag stimmte einfach alles. Nicht nur botanische Besonderheiten fesselten uns, sondern auch die vielen Schulklassen, die nach ihren „Forschungsaufträgen“ dann auf dem großen Spielgelände richtig toben durften, während die Erzieher am Rande bei den Taschen und Jacken die Aufsicht hatten.

Ein neuer Themengarten ist noch im Entstehen. Etwa 5.000 m² groß wird der Englische Garten nach den Plänen des Wettbe­werbsgewinners aus Manchester gestaltet werden. Sichtachsen, Blickbeziehungen, weitläufige Wegeverbindungen fügen ihn dann in die Gesamtanlage ein.

Natürlich haben wir auch im See beim Teehaus des Chinesischen Gartens die Kois und Schildkröten im Wasser bestaunt, während uns die freundliche Bedienung erklärte, wie der Tee formvollendet gebrüht und getrunken werden sollte.

Dann ging es ausgeruht  weiter zum Koreanischen Garten,
der ein Geschenk der Stadt Soul  an Berlin ist.  Dort trafen
wir gerade einen  Fotografen  mit zwei Modellen in histori-
scher Bekleidung an. Das ließ für uns den Eindruck des an einem Wasserfall gelegen Anwesens mit reichem Figurenschmuck noch echter wirken.

Zum Schluss stärkten wir uns noch mit einer echten Currywurst und anderen schmackhaften Speisen. Mit vielen neuen Eindrücken versehen fuhr uns Jürgen vom Busunternehmen SDUNEK dann wieder nach Hause.

 

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Zu Besuch bei Fürst Pückler

Von Doris Klein, Mitglied des Vorstandes für Kultur-Reisen

 

Neugierig auf das, was uns erwartete, fuhren wir nach Cottbus - Branitz zum Park und Schloss Pückler.

Die 47 Mitglieder und Gäste des Brandenburgischen Senioren­verbandes, Ortsverband Bernau wurden bei herrlichem Sonnen­schein von unseren Parkführerinnen erwartet. Eine Gruppe bildeten diejenigen, die nicht so gut zu Fuß waren, die andere Gruppe aber machte einen größeren Rundgang durch den gut gepflegten Park mit seinen wunderbaren Baumgruppen und stillen Seen. Staunen erregte ein Schwan, der es sich oben auf der Grabpyramide Pücklers bequem gemacht hatte.

Wir erfuhren, dass Pückler erst mit 61 Jahren diesen Park anlegte, Seen mit Inseln dazu gehörten, auch Sichtachsen vom Park zum Schloss genau berechnet waren. Aus dem Samen der alten ursprünglichen Bäume werden heute welche nachgezüchtet und gepflanzt, um diesen sehr schönen Park so zu erhalten, wie er einmal war und ist. Einige Teilnehmer von uns besichtigten noch das Schloss. Beim Schlafzimmer fand man, in diesem dunklen Bett mit Vorhängen bekäme man heute Platzangst.

Nach einem guten Mittagstisch - klar in den „Pückler Stuben" - fuhren wir noch nach Forst zum Rosengarten. Er war für uns weitgehend unbekannt. Wenn auch wenige Rosen erst blühten, so waren die Anlagen mit Wasserspielen alle sehr sehenswert und schön angelegt. Am Ende des Gartens überraschte uns noch eine wunderschöne Bilder­ausstellung. Die einzelnen Darstellungen waren aus Naturblumen, Gräsern und Blättern zu reizvollen Mädchenköpfen gestaltet.

Nach dem sehr heißen Tag fuhren wir müde und erschöpft, aber um viele Erkenntnisse reicher, wieder nach Bernau.

Dank dem Omnibusfahrer Jürgen der Fa. Sdunek für die umsichtige und sichere Hin- ­und Rückfahrt.

Dank den Organisatoren dieser erlebnisvollen Tagesreise in die nähere Heimat Brandenburgs.

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Eine Wanderung in die Berliner Geschichte
Von Doris Grübel Mitglied des OV

Beeindruckend - die Größe und die geschichtliche Entwicklung Berlins, die dieser Friedhof vermittelt. Gemeint ist der Jüdische Friedhof in Weißensee, auf dem die Geschichte der Juden in Berlin von nahezu anderthalb Jahrhunderten nachempfunden werden kann.

Hier ruhen viele, die Berlin auf allen Gebieten beeinflusst haben, ob das Industrielle, Kaufleute, Wissenschaftler, Ärzte oder Dichter, Maler, Musiker und nicht zuletzt auch Architekten sind, deren Wirken selbst hier auf dem Friedhof sichtbar wird. Nur einige Namen: H. Tietz (Kaufmann), Kempinski (Hotelier), S. Aschrott (Industrieller), Ärzte: Strassmann, Wolf, Lewin oder Hans Aronson, von dem es heute noch einen Preis gibt; S. Jacobsohn (Gründer der „Weltbühne“), R. Mosse und S. Fischer (Verleger), Lesser Ury (Maler) und Martin Riesenburger, der ein bedeutender Rabbiner war.

Die andere Seite der Geschichte ist ebenso zu erkennen. Die Gedenktafeln bzw. Gräber der im 1. Weltkrieg gefallenen Juden sind zu entdecken. Und der Faschismus mit seinen Vernichtungsfeldzügen hat deutliche Spuren hinterlassen. So ist nahe dem Eingang ein Platz mit den Namen der Konzentrationslager eingerichtet, in denen jüdische Menschen gelitten haben und umgebracht wurden; ebenso Gräber von denen, die den Freitod gewählt haben, um den Vernichtungslagern zu entgehen. Etwas weiter auf dem Friedhof ist ein Gedenkstein für Herbert Baum und seine Widerstandsgruppe - alles junge Menschen - errichtet worden. Und selbst die durch einen Bombenangriff beschädigten Thora-Rollen (sie sind dadurch entweiht) haben ihr Grab erhalten. Die unversehrten Rollen wurden in ganz Europa an jüdische Gemeinden übergeben.

Wie bekannt, ist es in Deutschland nicht üblich, Blumen niederzulegen, sondern Steine. Auch wir haben auf diese Weise einige bekannte Persönlichkeiten geehrt, z.B. Stefan Heym. Aber in neuerer Zeit - eine Veränderung der Tradition - findet man auf den Gräbern auch Blumen. Russische Juden haben ihren Brauch in die neue Heimat mitgebracht. Ansonsten sieht man überall Efeu, und wo keiner mehr war, wird er neu gepflanzt.

Diese geschichtlichen Entdeckungen und Erkenntnisse haben wir einer knapp dreistündigen Wanderung mit unserem Mitglied Henry Jäger zu verdanken. Seine Anregung haben einige Mitglieder unseres Bernauer Ortsverbandes angenommen und so einen interessanten Einblick in die Berliner jüdische Geschichte erhalten.

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Ein Besuch im neuen Landtag
Von Doris Klein, Vorstandsmitglied Kultur-Reisen 

Bei winterlichen Temperaturen fuhren wir, 21 Mitglieder des Brandenburgischen Seniorenvereines Bernau, nach Potsdam. Neugierig auf den neuen Landtag. Wir hatten schon viel Für und Wider gehört, nun galt es sich persönlich ein Urteil zu bilden. Wir hatten beim Eintreffen am Landtag Glück, das Parlament machte gerade eine Pause und die große Tür des Saales öffnete sich. So konnten wir Margitta Mächtig gleich für die Einladung danken und ihr mit einem Blumenstrauß zur Wahl als Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE gratulieren.

In der Eingangshalle nahm uns ein netter junger Mann in Empfang und bat uns in einen Raum. Hier erläuterte er die Zusammen­setzung des Landtages, wie viel jede Partei Abgeordnete hat und auf unsere Frage hin, nannte er auch den Anteil an Frauen. Er stellte auch die Arbeitsweise des Parlaments gut dar.

Weshalb der Adler weiß und welchen Sinn die Bildergalerie mit der Verfremdung hat waren weitere Diskussionspunkte. Hierzu gab es sehr unterschiedliche Meinungen. Doch nun kam der Höhepunkt: Teilnahme als Zuschauer an der Landtagsdebatte. Von oben ist die Sicht gut und das Verhalten der Abgeordneten anschaulich mit zu bekommen. Na ja, da gefiel uns nicht alles, Unterhaltung, dem Redner den Rücken zukehren u. a. fand nicht gerade unseren Beifall. Erfreut waren wir, dass einige Redner uns Gäste aus dem Barnim begrüßten.

Die Zeit drängte und wir wurden von Dr. Luthardt (Linke) und Frau Nonnemacher (Grüne) schon zum Gespräch erwartet.

Nach der Vorstellung ihrer Person und des Werdegangs zum Abgeordneten konnten wir Fragen stellen. Vielfältig war die Skala: Wie werden Festlegungen kontrolliert?, warum wurde Öko-Strom (Windräder) in den 90er Jahren als sehr preiswert genannt, heute aber als teurer gehandelt, ob Adler weiß oder rot sei Ansichtsache, Gestaltung des Hauses, Barock außen, Moderne innen fand bei den meisten von uns Beifall, u. v. m. Letzteres hatte uns der junge Mann am Modell gut gezeigt und erläutert.

Mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen fuhren wir in unser Bernau zurück. Stolz darauf - wir waren im neuen Landtag, ein beeindruckendes Erlebnis! 

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Ein interessanter Herbstspaziergang
Von Gudrun Wüsteneck Mitglied des Vorstandes 

Insgesamt 31 Teilnehmer des Ortsverbandes Bernau im Branden­burgischen Seniorenverein führten bei schönem Wetter am 14. und am 21. September den bereits traditionellen Herbstspaziergang zu ausgewählten interessanten Ortsteilen Berlins durch. Diesmal war der Berliner Ortsteil Weißensee unser Ziel. Unser Vereinsfreund Henry Jäger ist in Weißensee aufgewachsen, hat dort die Schule bis zum Abitur besucht und war viele Jahre in diesem ehemaligen Berliner Stadtbezirk tätig.

Er wanderte mit uns durch einen Teil Weißensees, der wohl den meisten von uns unbekannt war. Wichtige geschichtliche Fakten wurden mit Bildmaterial und Hinweisen auf ehemalige und vorhandene Gebäude, Verkehrseinrichtungen sowie eingetretene Veränderungen verbunden. Bei diesen Erläuterungen erinnerte er sich auch an persönliche Erlebnisse.

Neben vielen Hin-weisen zu den  Gebäu-den in der Berliner Allee und Betrachtung des ältesten Weißenseer Gebäudes, der Flora-Apotheke, begaben wir uns in den Park am Weißen See und ließen uns auf der ehemaligen Terrasse des Weißenseer Schlosses dessen Geschichte und an Hand eines Bildes auch dessen Aussehen und seine Bedeutung in dem Sterneckerschen Vergnügungspark Ende des 19. Jahrhunderts erläutern. Beeindruckt erfuhren wir, dass die damalige Landgemeinde Weißensee zur Unterbindung von Bodenspekulationen bereits 1905 die gesamten Weißenseer Parkanlagen in kommunales Eigentum überführte und zu einer wunderschönen abwechslungsreichen Parklandschaft ausbaute, über die wir uns auch heute noch erfreuen können. Weiterhin konnten wir uns davon überzeugen, dass Weißensee bereits zu Kaiserzeiten einen Kampf gegen die Entstehung von Mietskasernen in Berlin und dem Umland führte. So wurde zum Beispiel der Architekt Carl James Bühring für die Schaffung eines Gemeindeforums gewonnen. Dieser errichtete von 1906 bis 1913 das  Munizipalviertel am Kreuzpfuhl mit seinen unterschiedlichen Einrichtungen und hoher Wohnqualität. Er beeinflusste in erheblichem Maße das weitere Baugeschehen in Weißensee. Die Grundidee modernen Wohnens wurde dann in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts unter anderem durch die Architekten Joseph Tiedemann im Holländer-Viertel, Bruno Taut in der Buschallee und Reinhold Mittmann mit der modernsten Berliner Schule an der Amalienstraße fortgesetzt. Beeindruckt waren wir über die vielfältigen Fassadengestaltungen mit den blumenge­schmückten Balkons im Munizipalviertel und im Holländer-Viertel sowie hier besonders auch über die weitläufigen Grünflächen in den Innenhöfen.

Nach 2 Kilometern Spaziergang steuerten wir für unsere verdiente Kaffeepause auf die mehr als 100 Jahre alte Gaststätte mit dem heutigen Namen „Cafe Mirbach“ am Mirbachplatz zu. Auf dem Mirbachplatz steht der Glockenturm der Bethanien-Kirche, der als Ruine nach einem Bombenangriff am 23.02.1945 stehen gebliebenen ist. Hier machte uns unser Freund Jäger neben vielen Hinweisen auf nicht in unserem Spaziergang angelaufene Gegenden Weißensees, wie zum Beispiel die Kunsthochschule und deren Umfeld, darauf aufmerksam, dass Weißensee in der Stummfilmzeit von 1913 – 1929 als Klein-Holywood in die Filmge­schichte einging und in der heutigen Liebermannstraße Filmpro­duktionsstätten unterhalten wurden. Erstaunt waren wir auch darüber, dass zu dieser Zeit und auch später Filmstars und andere Künstler in Weißensee lebten und hier arbeiteten. Von den einstmals in Weißensee vorhandenen sieben Kinos existiert heute nur noch eins am Antonplatz.

Nach der gediegenen Ruhe im Weißenseer Hinterland begaben wir uns wieder ins Großstadtgetümmel auf der Berliner Allee und traten von hier unseren Heimweg an.

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Ein Pfau empfing uns...
von Doris Klein, AG Kultur-Reisen

Wir Mitglieder des Brandenburgischen Seniorenvereines, Ortsverband Bernau (BSV OV Bernau) hörten von einer Pfaueninsel.

Das kleine Eiland, inmitten von Seen, zwischen Berlin und Potsdam gelegen, wollten wir nun aber auch sehen. Ohne Fähre kann man nicht auf die Insel. Und siehe da, ein greller Schrei - es war einer der schönen Vögel, ein Pfau, der uns auf dem Weg auf der Insel begrüßte.

Um alles richtig erkunden zu können, erwarben viele von uns einen Flyer mit Wegeplan und Sehenswürdigkeiten. Staunend und erfreut nahmen wir den alten Baumbestand zur Kenntnis. Die Ruhe, gepflegte Wanderwege, seltene Pflanzen und das herrliche Wetter begeisterten uns alle. Wenn auch die Rosen im Rosengarten verblüht waren, so entschädigte uns der kleine Wasserfall, ein hoher schöner Brunnen, die Meierei, das Kavalierhaus, der Fregattenhafen und natürlich das weiße filigrane Schlösschen als meistbegehrtes Fotomotiv.

Wir wären gern noch auf der Insel geblieben, aber es warteten noch andere Dinge auf uns und so verabschiedeten wir uns von den zahlreichen Pfauen - nun war der Name „Pfaueninsel" klar.

Ein Mittagessen mit, wie der Wirt versicherte, per Hand gerollten Klopsen, stärkte alle für das nächste Ziel, einer Dampferfahrt ab Potsdam über die Havel, den Heiligen See, Jungfernsee bis zum Wannsee und zurück. Wir staunten nicht schlecht, prächtige Villen, schöne Wälder und Badestrände wechselten sich ab. Etwas traurig stimmte uns dann aber, dass es nun doch keinen Uferweg zum Spazieren am Griebnitzsee geben soll. Vom Schiff aus sahen wir das Schloss und den Park von Babelsberg - vielleicht ein Ziel im nächsten Jahr?

Müde, aber um viele Erkenntnisse reicher, fuhren wir unserer Heimatstadt Bernau entgegen und freuen uns auf schöne und neue Erlebnisse im kommenden Jahr. 

 

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Fahrt nach Brandenburg
Von Doris Grübel Mitglied des OV

Die Tagesfahrten unseres BSV-Ortsverbandes sind immer sehr beliebt. So auch die Tour Ende Juni in die Stadt, die unserem Land den Namen gegeben hat - Brandenburg an der Havel. Schließlich hat diese Stadt eine Menge zu bieten: neben dem Dom noch viele andere interessante Kirchen, Brücken und Bauwerke.

Auch bekannte Persönlichkeiten stehen mit der Stadt Brandenburg in Beziehung, so Vico von Bülow, genannt "Loriot" - in der Stadt stehen drei Bänke mit einer seiner legendären Figuren darauf -, oder auch Fürst Bismarck, der sich des öfteren dort aufhielt und in der Nähe geboren wurde. Und bekannt ist durch das Spottlied auch Fritze Bollmann, den es als Friseur wirklich in Brandenburg gegeben hat. Mit einem Brunnen ehrt die Stadt diesen Mitbürger.

Was uns als erstes aufgefallen ist: Die Straßen sind recht mittelalterlich eng, und es wird gebaut! Die Vorbereitung auf die BUGA macht sich bemerkbar. Unser Busfahrer hat sich zweimal sehr bemühen müssen, unseren großen Bus zu wenden. Dank für seine Fahrkunst!

Das Baugeschehen hat auch den Dom erfasst, so dass wir keinen Gesamteindruck erhalten konnten. Doch trotz des Baulärms hat unser Stadtführer uns auf einige interessante Besonderheiten aufmerksam gemacht.

Auch in der Katharinen-Kirche wurde uns die Geschichte der Heiligen nahe gebracht und der besonders schöne Baustil erklärt.

Für mich, die ich bisher diese Stadt nicht kannte, war vor allem ihre Entstehung interessant: Wie Berlin ist auch Brandenburg aus zwei kleineren Städten gewachsen, zu denen dann noch die Dominsel hinzukam, was uns der Stadtführer sehr anschaulich an einem Relief gezeigt hat. Und ebenso wie Berlin hat Brandenburg reichlich Wasser. Die Havel, ihre Nebenarme und der Stadtkanal bieten viele Möglichkeiten, früher für den Handel, heute für den Tourismus.

Manche von uns hätten sich etwas mehr Zeit gewünscht, um eine kleine Schifffahrt zu machen; aber alles geht auf einer Tagestour eben nicht. Wir haben einen guten Überblick über die Stadt erhalten, haben in der Gaststätte "Bismarck-Terrassen" ein vorzügliches Mittagessen eingenommen und auch einiges über den Namensgeber der Gaststätte vom Wirt (als "Bismarck") erfahren.

Trotz der Stadtrundfahrt und dem Rundgang blieb genügend Zeit, sich noch einiges anzusehen, einen Kaffee oder ein Eis zu genießen oder am Wasser spazieren zu gehen.

So haben wir an diesem Tag wieder Neues gesehen und Interessantes erfahren; und wir sind zwar müde, aber zufrieden in Bernau gelandet. Vielleicht hat der eine oder andere die Möglichkeit, die Stadt Brandenburg noch einmal zu besuchen, denn es gibt dort noch so manches zu entdecken.

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Ein Verein mit Geschichte – Die Schützengilde 1418 zu Bernau e.V.
Von Doris Grübel, Leiterin der AG Zeitzeugen

Für die Zusammenkunft unseres BSV-Ortsverbandes im März hatten wir Herrn Rolf Gerlach, den Ehrenvorsitzenden der Bernauer Schützengilde, eingeladen. Was wohl so ein Schieß-, um nicht zu sagen Kriegerverein, uns erzählen könnte - so meine Gedanken.

Doch die Geschichte und die Traditionen dieses Vereins überraschten mich. Wahrscheinlich ist die Bernauer Schützengilde einer der ältesten Vereine deutschlandweit. Im Potsdamer Archiv liegt ein Dokument vor, aus dem hervorgeht, dass der Verein bereits im 14. Jahrhundert als Schutz gegen die Raubritter (z.B. die Quitzows) existierte. Wir wurden mit der Entwicklung und den Bräuchen der Gilde vertraut gemacht. Dabei erfuhren wir, dass es nicht nur um das Schießen, sondern auch um soziale Belange ging, und es wurde auch gern gefeiert.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Gilde zu einem Verein der Honoratioren: Bürgermeister, Ratsherren, Pfarrer, Lehrer u.a. Das zeigte sich auch in der Kleidung, die immer eleganter, also teurer wurde. Es gab auch die sogenannten "Schwarzen Schützen" (benannt nach ihren schwarzen Uniformen), die sich gegen die Obrigkeit auflehnten.

Der Brauch, nach dem Vogel (einem Zaunkönig) zu schießen, hatte das Ziel, den Schützenkönig zu ermitteln, der in späterer Zeit besondere Privilegien genoss. Er musste von jedermann gegrüßt werden (als König!) und durfte ein Jahr lang kostenlos das Braurecht ausüben.

1850 wurde das erste Schützenhaus gebaut, 1852 erhielt die Gilde eine eigene Fahne. Diese hat eine eigene Geschichte: Sie war verschwunden und wurde bei Dachdeckerarbeiten an der Kirche in einem völlig abgeschlossenen Verlies unversehrt wiedergefunden. Sie wurde uns neben anderen wertvollen Stücken (Schärpen, Medaillen) gezeigt.

1939 sollte die Gilde im NS-System "gleichgeschaltet" werden, das wurde abgelehnt, also wurde sie verboten. Nach 1945, in der DDR, waren die Schützen im Rahmen der GST organisiert und dort sehr erfolgreich.

Nach der Wende 1989 wurde ein Mitglied aus der Zeit vor 1939 gesucht und auch gefunden. Deshalb musste die Gilde sich nicht neu gründen, sondern konnte, an die alten Traditionen anknüpfend, "wiederbelebt" werden.

Am Schluss der Veranstaltung musste ich so manches Vorurteil über Bord werfen und eingestehen, dass die "Schützengilde 1418 zu Bernau e. V." nicht nur ein Schießverein war und ist.

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Sport ist gesund
Von Doris Klein, VS-Mitglied  

Wir wollten 1998 seniorengerechten Sport treiben, nur wo? Nachfragen bei den Fitnisscentren ergaben, zu teuer, zu lange Verträge für uns Senioren. Aber es sollte beim DRK Bernau eine Möglichkeit geben. So machte sich die Verantwortliche des Vorstandes Doris Klein auf den Weg. Ja, wir konnten zum DRK Bernau kommen, zu annehmbaren Konditionen. Wir waren wohl eine der ersten Seniorensportgruppen dort.

Nun bestehen wir bereits seit September 1998, d. h. in diesem Jahr 15 Jahre Sportgruppen des Brandenburgischen Seniorenvereines Bernau (BSV Bernau).

Im Jahr 2000 gehörten der Gruppe schon 20 Mitglieder an. Zu ihnen gehörten von Beginn an Doris und Joachim Klein, Martha Kosse, Gerda Korn und Elfriede Dickhoff, die auch heute noch dabei sind.

Damals trafen wir uns mittwochs im Rollbergeck, heute bewegen wir uns im Turm der Bahnhofspassagen nach wie vor beim DRK Bernau. Immer noch mittwochs um 08.00 bzw. 09.00 Uhr. Inzwischen 2 Gruppen, auch mit Mitgliedern die nicht zum BSV gehören und wir verstehen uns gut.

Viele Jahre begleitet uns Hans-Günther Dahms als einfühlsamer Trainer, aber er fordert uns auch altersgerecht, wir geraten ins Schwitzen und merken: Sport ist gesund, wenn er auch anstrengend sein kann.

Die sportliche Aktivität bereitet uns viel Spaß, deshalb nahmen in den letzten Jahren auch Mannschaften am Kreisseniorensportfest innerhalb der Brandenburgischen Seniorenwochen im Westend-Stadion in Eberswalde teil. Wenn wir auch nicht die Besten waren im Pokalwett­bewerb, stolz als Teilnehmer waren wir immer.

Dabei sein, war und ist unsere Devise. 

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Nur ein Spaziergang?
Von Doris Grübel, Mitglied unseres OV

 Wer mehr als 30 Jahre in seiner Stadt lebt, meint sie und zum Teil auch ihre Geschichte zu kennen. Wer aber mit Herrn Werner als Stadtführer und begeistertem Heimatforscher durch Bernau geht wie wir - etwa 30 Mitglieder des BSV Ortsverbandes Bernau -, der merkt, dass er vieles nicht kennt und so manches noch nicht weiß. So war mir z.B. neu, dass im Mittelalter unsere Stadt in Ober- und Unterstadt geteilt war, und zwar getrennt durch die Panke, die dort entlang floss, wo heute die Louis-Braille-Straße verläuft. Sogar Kähne sind dort gefahren.

Alles, so interessant es auch war, kann ich nicht in einem Artikel erfassen. Einiges aber soll noch erwähnt werden. An dem Platz der Denkmale erzählte Herr Werner, dass ein sowjetischer Offizier den Abriss des Kriegerdenkmals gestoppt und es so erhalten hat.

Am Steintor, das auch mal „Königstor" hieß, bemerkte unser Stadtführer, dass dort wahrscheinlich die erste Ausstellung von Waffen in Deutschland zu sehen war und im Hungerturm niemand verhungert sei. - Das allerdings wird unser Sohn noch heute bestreiten, denn er hat als Kind jeden unserer Besucher dorthin „geschleift", um ihnen die interessanten mittelalterlichen Waffen und die Knochen der Verhungerten zu zeigen.

Von einem nachahmenswerten Beispiel für heute sprach Herr Werner an der katholischen Kirche. Der Pfarrer Ulitzka hat es vermocht, in kurzer Zeit in ganz Deutschland Spenden für den Bau dieser Kirche zu sammeln. Und was noch viel bemerkenswerter ist: Sie wurde mit allen Vorbereitungen in 1 1/2 Jahren (1907/08) erbaut! Ein Vergleich zu heute sei jedem Leser selbst überlassen. - - -

Es war nicht nur ein Spaziergang, es war eine interessante Exkursion, für die wir Herrn Werner herzlich danken. 

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Fliegen kann schön sein…
von Doris Klein, VS-Mitglied Kultur-Reisen

 

Vorerst blieben 40 Mitglieder unseres Verbandes jedoch am Boden, aber wenigstens wollten wir die Motorsegler und Kleinflugzeuge besichtigen.

In 4 Gruppen erklärten uns auf dem Flugplatz in Strausberg sehr kompetent die Flugausbilder R. Grocholl –ehemaliges Bernauer Verbandsmitglied- organisierte alles, K. Körner, W. Henkel und Ch. Sterl am Objekt, wie man fliegt und was dabei alles zu beachten ist. Aus dem Staunen kamen wir nicht heraus. Inzwischen starteten und landeten Flugzeuge, so konnten wir auch die Praxis kennen lernen.

Im Betrieb der Fa. Stemme sahen wir, wie neue Motorsegler entstehen  und ältere gewartet werden. Die Preise für neue Flugzeuge lagen außerhalb  unseres Vorstellungsbereiches.

Das Museum, liebevoll ehrenamtlich betreut, vertiefte unser Wissen. Vom Tower hatten wir einen herrlichen Weitblick, zumal das Wetter mitspielte.

In der Gaststätte zum „Doppeldecker“ ließen wir uns das von U. Schneider bestellte, sehr schmackhafte Mittagessen gut munden.

Mit einer kleinen Aufmerksamkeit sagten wir den Strausberger Gastgebern und unserem netten Omnibusfahrer von der BBG einen herzlichen Dank.

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ELCHWURST und ELCHBIER!
von Doris Klein, VS-Mitglied Kultur-Reisen

 

Neugierig auf Südschweden waren alle 32 BSV-Mitglieder und ihre Gäste. So fuhren wir vom 30.07. bis 05.08.12 gut betreut von Bernd und Uwe von TABU-Reisen in dieses schöne Land.

Fahrten durch unendliche grüne Wälder, unterbrochen von vielen Seen, weit voneinander entfernt liegenden gepflegten, typischen roten Holzhäusern, waren beruhigend und wunderschön.

Überall Warnschilder: Vorsicht Elche! – Aber wo waren sie denn? Keine zu sehen!

Von Olofström aus erkundeten wir das Land. Die lange schmale Insel Öland  mit Windmühlen und dem königlichen Sommersitz war das erste Ziel. Für 8 Euro Eintritt konnten die schönen Themengärten besichtigt werden. Leider mussten wir in 45 Minuten durchrasen.

Eine Schärenfahrt zeigte uns das schöne Land vom Wasser aus. Unendlich viele Inseln machen das Land so reizvoll.

Beim Besuch der ältesten Glashütte Schwedens konnten wir ermessen, wie schwer bei großer Hitze die Arbeit der Glasbläser ist. Natürlich war für uns Frauen, aber auch für Männer, der Glasladen ein besonderer Anziehungspunkt.

Endlich Elche! Aber nicht in freier Wildbahn, sondern im Elchpark. Der Besitzer, ein echter „Waldschrat“ mit weißen Löckchen und Vollbart, erklärte uns viel Wissenswertes über die Tiere und ließ sie durch uns mit Birkenlaub füttern. Der Höhepunkt: Elchwurst, selbst gegrillt, und kühles Elchbier – es schmeckte hervorragend.

Dann hieß es umziehen nach Linköping ins Hotel.

Die Hauptstadt Stockholm stand auf dem Programm. Auf der Fahrt dorthin – großer Jubel: endlich ein Elch in freier Natur, der auf einer Wiese graste.

Nach der Stadtrundfahrt sahen wir am Königsschloß den großen Wachaufzug mit Musik und Pferden. Wie immer war die Zeit viel zu kurz. Das Vasa-Museum konnte leider nicht angesehen werden.

Sehr imposant die Fahrt auf dem Göta-Kanal, der einst von 58000 Soldaten mit Holzspaten quer durch das Land mit vielen Staustufen erbaut wurde. Eine Weile steckten wir in einer fest, da sich das Schleusentor nicht öffnen ließ.

Linköping musste aber auch erkundet werden. Ein Freilichtmuseum mit alten Holzhäusern der Innenstadt, darin Apotheke, Post, Läden, Seilerei, Kaffee u. v. m. wurde hier originalgetreu wieder aufgebaut und erhalten. Und es ist bewohnt.

Der Rundgang durch die Stadt zeigte viel Sehenswertes.

Leider ging die Zeit zu Ende. Gern hätte man noch vieles genauer in diesem schönen, sauberen Land mit den freundlichen Menschen angesehen.

Aber wer weiß, vielleicht kommt man nochmals hierher.

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Ein Sommerausflug
Von Doris Grübel, Mitglied des Ortsverbandes

Wie fast immer, wenn wir, Mitglieder des BSV-Ortsverbandes Bernau verreisen, haben wir bestes Wetter. Es scheint doch so zu sein, dass unsere Reise-Verantwortliche Doris Klein einen Draht zu Petrus hat, nicht aber zu dem, der für Buspannen zuständig ist. Wir halten etwa auf der Hälfte des Weges nach Stralsund, wo wir das Ozeaneum besuchen und eine Hafenrundfahrt unternehmen wollen - nur "kurz". Zwei Stunden werden daraus, weil der Fahrer einen Schaden am Bus entdeckt hat und Ersatz geordert werden muss. Da das Wetter schön bleibt, es viel Platz zum Sitzen gibt und auch die Hafenrundfahrt ohne Probleme verschoben werden kann, ist dieser Zwischenaufenthalt kein Hindernis für unsere gute Laune.

In Stralsund ist die Hafenrundfahrt mit Kaffeetrinken auf dem Schiff ein schönes Erlebnis. Der Kapitän erklärt Wissenswertes ohne zu viel Einzelheiten. Wir erleben die beiden Brücken, die Rügen mit dem Festland verbinden, vom Wasser aus - beeindruckend! Das gilt auch für die Silhouette der Stadt, die drittgrößte Schiffbauhalle Europas und für im Hafen liegende Schiffe wie z.B. die "Gorch Fock".

Nach diesem Erlebnis kam das zweite: das Ozeaneum! Großartig, was dort alles an Wissenswertem über die Meere, ihre Bewohner und deren Erforschung zusammengetragen worden ist.

Für die Besichtigung des schönen historischen Stadtzentrums blieb nur wenig Zeit. Doch wir konnten mit vielen neuen Eindrücken nach Bernau zurückkehren.

Nicht nur unseren Organisatoren soll Dank gesagt werden, sondern besonders auch dem Fahrer. Herrn Engel, der seinen freien Tag geopfert und mit seinem Bus (aus Stargard) uns geholfen hat, einen so schönen Tag zu erleben. 

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Eine Fahrt mit der Schippelschute!
von Doris Klein, VS-Mitglied Kultur-Reisen

 

Alle fragten, wo ist die Hubertusmühle, was ist eine Schippelschute?

Das wollten wir, 49 Mitglieder und Gäste des Brandenburgischen Seniorenvereines Bernau, genau erkunden. Weit draußen in Finowfurt in der Natur der Anlegepunkt „Hubertusmühle".

Vor uns lag die „Schippelschute". Den Namen Schippel erhielt sie nach dem Eigentümer und nun wussten wir, was eine Schute war; ein einfaches Boot, ähnlich einem Floß, aber mit Bänken, Tischen und auch Überdachung.

Das Wetter zeigte sich grau und trüb, auch kühl. Dafür entschädigte uns eine wunderbare Fahrt durch die schöne Natur des Finowkanals. Seltene Blumen im und am Wasser, Vögel, Enten begleiteten uns. Leider ließen sich die Biber nicht blicken. Bei Kaffee und Kuchen erfuhren wir viel über die Geschichte des Kanals und über Flößer in den vergangenen Zeiten. Heute legen hier die Freizeitkapitäne an.

Wenn das Wetter auch nicht gerade freundlich zu uns war, allen hat es gut gefallen und ein näheres Stück Heimat war uns wieder erschlossen.

Wir sagten dem Team der Schippelschute herzlich danke und Wiedersehen.

 

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Sportfest (Auszug aus der Chronik unseres Ortsverbandes)
von Doris Klein, VS-Mitglied Kultur-Reisen

 

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Gewaltiges Bauwerk, neugierige Vögel im Barnim!
Von Johanna Schultz / Doris Klein, Mitglieder des Vorstandes

 

Eine Fahrt in den Barnim, es sollte uns viel erwarten - und wir wurden nicht enttäuscht. Der Brandenburgische Seniorenverein Bernau (BSV Bernau) hat uns allen, dank einer guten Organisation durch die AG Reisen, einen erlebnis- und lehrreichen Tag beschert.

Die erste Station unserer Fahrt war das alte und das im Bau befindliche neue Schiffshebewerk Niederfinow. Von einem fachkundigen Führer wurde uns auch viel Neues vermittelt. Über die Präzision beim Bau des alten Schiffshebewerkes - Eröffnung 1934 - kann man die ingenieurtechnische Leistung und die körperlich schweren Tätigkeiten der Arbeiter nur bestaunen. Millionen von Nieten wurden glühend in die genau dafür vorgesehenen Löchern eingebracht. Diese damals schwere körperliche Arbeit verdient unsere Hochachtung.

An Hand der Erklärung am Modell des neuen Schiffshebewerkes für die Aufnahme ganzer Schubeinheiten konnten wir uns von oben nun etwa vorstellen, wie es einmal aussehen und funktionieren wird. Heute bestimmt die Elektronik vieles und die Arbeit ist leichter.

Nach der Mittagspause führte uns der Weg zur zweiten Station, der Straußenfarm in Hohenfinow-Liebenstein. Neugierig empfingen uns die Strauße. Mit einer kompetenten aufschlussreichen Führung durch das weitläufige Gelände mit ca. 50 Tieren bekamen wir eine Vorstellung über die Lebensweise der Strauße und die Arbeit mit ihnen.

 Wir staunten nicht schlecht, dass man mit einem Ei ca. 25 Personen versorgen kann. Durch Sauberkeit und spezielle Zufütterung ist ein sehr gesundes Fleisch der Tiere zu erzeugen und vielfältig zu verarbeiten. Von den Erzeugnissen, Steaks, verschiedene Wurstsorten, Lederartikel, wunderschön gestaltete Straußeneier einschließlich der begehrten Federn konnten wir uns überzeugen - und kaufen.

Die dritte Station, als Ausklang der Fahrt, war ein gemütliches Kaffeetrinken auf der Carlsburg in Falkenberg mit herrlichem Ausblick ins Urstromtal. Es ist immer wieder ein Erlebnis, die Dekorationen des Hauses im Innen- und Außenbereich sowie käufliche Artikel zu bewundern und die Aussicht von der Terrasse in das weite herrliche Odertal zu genießen.

Das Wetter hat mitgespielt, und wir sind dann mit neuem Wissen und guten Eindrücken wieder in Bernau angekommen. Alle 49 Teilnehmer der Fahrt haben das gegenüber den Organisatoren zum Ausdruck gebracht.

Der Tagesausflug war ein nachhaltiges Erlebnis.

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in Besuch im Britzer Garten
von Rolef Wagner Mitglied des Ortsverbandes

 

An einem schönen Sommertag dieses Jahres fuhren wir, fast 50 Mitglieder unseres Bernauer BSV-Ortsverbandes zum Britzer Garten in Berlin-Neukölln. Dieser Garten war 1985 Ort einer Bundesgartenschau, aber für uns Bernauer damals unerreichbar und damit für die Mehrzahl der Teilnehmer bis heute unbekannt.

Hier überraschte uns ein stark frequentierter Park. Viele Schulklassen hatten sicher zum Abschluss des Schuljahres einen Besuch des attraktiven Parks mit seinen zahlreichen Spiellandschaften, Spielwiesen, Wasserplanschmöglichkeiten u.a. im Programm.

Wir standen und warteten nun am Haltepunkt "Rosengarten" der Britzer Museumsbahn - einer historischen Feld- und Schmalspurbahn - , doch wie z.Z. bei den Berliner Bahnen üblich, hatte auch diese 15 Minuten Verspätung.

Wir wurden jedoch reichlich entschädigt. Der Lokführer und gleichzeitig Fahrterläuterer wies uns bei einer gemütlichen Fahrt auf die Stauden-, Farn-, Rhododendron- und Geologischen Gärten hin. Die Fahrt führte vorbei an dem Bienengarten, den Tiergehegen, dem Wasserspielplatz, dem Kalenderplatz mit dem Orangerie-Café und der größten Sonnenuhr Europas. Auch der Hexenplatz, die Blumenbeete und das sehr schön gestaltete Café am See waren zu bewundern.

Begeistert liefen Kinder neben der Bahn her, winkten und wollten auch gern mitfahren.

Nach einer knappen Stunde waren wir wieder am Ausgangspunkt "Rosengarten" zurück. Wir hatten nun noch drei Stunden Zeit, zu Fuß einiges selbständig zu erkunden und die herrliche Landschaft zu genießen. Wir konnten uns am fröhlichen Treiben ringsumher erfreuen oder auch in einem der schönen Cafés Mittag essen.

Schnell war die Zeit vergangen, so dass keine Möglichkeit mehr blieb, einiges noch genauer zu besichtigen. Deshalb war der Hinweis unseres Reiseleiters, Jochen Klein, goldrichtig, auch einmal privat den Britzer Garten zu besuchen.

Am Ende der Fahrt waren wir uns alle einig: Es war ein wunderschönes Erlebnis, das uns bereichert und erfreut hat.

Den Organisatoren vielen herzlichen Dank.

 

 

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Auf den Mitgliederzusammenkünften des Territorialen Bündnis der Vereine und Verbände aus Bernau und Umgebung wurden die genannten Dokumente beschlossen.


am 16.11.2010:

"Stoppt die Altersarmut
Wahret die Würde des Menschen
"

 

am 11.04.2013

"Unser  Appell"

 

am 26.03.2014

"Unsere Position Europa 2014"

 

am 19.11.2015

"Mit dem Rücken zum Licht?  Wir nicht!"

 

am 10.11.2016

 

Ein gelungener Ausflug
Von Doris Grübel, Mitglied unseres Ortsverbandes 

 

An einem Nachmittag Anfang Oktober hatten wir uns vorgenommen - wir, das waren 20 Mitglieder unseres BSV-Ortsverbandes Bernau - mit einer Führung die Schönower Heide zu erkunden.

A!s wir uns alle am Tor zum Eingang der Heide versammelten hatten, brach auch an dem vorher trüben Tag die Sonne durch die Wolken, und sie begleitete uns während der gut zwei Stunden dauernden Führung und dem anschließenden Picknick.

Frau Czurgel, ein sehr engagiertes Mitglied der Bürgerinitiative Schönower Heide e. V., hat uns während ihrer Führung die Entstehung der Heide, ihre Entwicklung über die Jahrhunderte und den Tierbestand nahegebracht. Beeindruckt waren wir auch von den Mühen, die es kostet, die Heide als solche zu erhalten. Die etwa 140 Tiere - Rotwild, Damwild und Mufflons - helfen dabei, aber das allein reicht nicht. Der Mensch muß eingreifen, um zumindest den Baumbewuchs in Grenzen zu halten. Wenn der Wald sich ausbreitete, gingen in dem rund 540 ha großen eingezäunten Gebiet viele Tier- und Pflanzenarten verloren, die die Heide als Lebensgrundlage unbedingt brauchen. Seltene Tiere, die sie uns nicht in der Natur zeigen konnte, hatte sie als Fotos dabei, ebenso abgeworfenes Gestänge des Wildes.

Daß das ehemals militärisch genutzte Gebiet immer noch Gefahren birgt, zeigte uns Frau Czurgel an der Stelle, wo die gefundene Munition gesprengt worden war.

Neben vielem Interessanten, für manchen von uns auch Neuen hatten wir das Glück, in einiger Entfernung Hirschkühe äsen zu sehen, und kurz darauf erschien auch der „Herr des Waldes" und zeigte uns mit erhobenem Kopf stolz seine imposante Gestalt und sein kräftiges Geweih. Ein Erlebnis !! Einige von uns fanden auch noch ihr „Abendbrot" direkt am Wege - Pilze.

Und den Abschluß des von allen Teilnehmern gelobten Nachmittags bildete die Überraschung; ein Picknick am Rande der Heide mit Kaffee, Tee und Streuselschnecken.

Die Organisation und den Einfall mit dem Picknick hatte das Ehepaar Klein. Ihnen und Frau Czurgel herzlichen Dank für den gelungenen Nachmittag. 

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Ziegeleipark Mildenberg, lohnt das?
Von Doris Klein, Vorstandsmitglied Kultur-Reisen

 

So fragten unsere Mitglieder des BSV Bernau. Der Tag versprach sehr heiß zu werden, aber trotzdem fuhren 39 Mitglieder unseres Verbandes am 10.06.2010 nach Mildenberg, um den Ziegeleipark zu erkunden. Wir bestiegen die Kleinbahn, auch der Rollator einer Teilnehmerin wurde mitgenommen, und los ging es.

 Der freundliche Lokführer hielt an bestimmten Punkten an, erläuterte wie früher die Produktion von Ziegeln vonstatten ging, wie sie mit dem Schiff nach Berlin transportiert wurden. Die Arbeit war schwer schmutzig und staubig, bei geringem Verdienst. Deshalb mussten auch ganze Familien, d.h. Frauen  und Kinder mitarbeiten. Der Arbeitstag betrug 16 Stunden. Heute kann man sich das kaum noch vorstellen. Es war dann anschaulich mit Lichteffekten im Museum nochmals zu sehen. Ein leuchtender Ziegel  wurde von uns rund um den Brennofen getragen und symbolisch veränderte sich sein Licht von weiß zu gelb und rotglühend.

Auf dem sehr gepflegten Gelände ist auch ein Spiel- & Grillplatz. Ob der Hitze wollte aber keiner die vielen Geräte ausprobieren, aber die Fähre über den See erregte die Aufmerksamkeit und wurde doch noch mit viel Spaß bewegt.

Die Gaststätte zum „Alten Hafen" empfing uns freundlich zum Mittagessen. Viele nahmen danach an der Havel im Garten platz und ruhten bei Eis sowie kalten Getränken aus.

Wenn die Rückfahrt mit dem Bus auch einer „Saunafahrt“ gleichkam so hatte der Busfahrer Jürgen sich bemüht es einigermaßen erträglich zu machen und die Temperatur im Bus von 44 Grad auf 27 abgekühlt.

Alle Teilnehmer nahmen neue Erkenntnisse von einem sehenswerten Ausflugsziel mit nach Hause.

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"Kahn der fröhlichen Leute"
Bernauer Senioren eroberten den Spreewald

Von Doris Klein, Vorstandsmitglied für Reisen, Kultur und Sport 

 

Der Wettergott meinte es gut mit uns. Sonne, angenehme Temperaturen - und 52 Mitglieder unseres Ortsverbandes mit einigen Gästen fuhren frohen Mutes in den Spreewald nach Lübbenau.

Auf zwei Kähnen wurden wir durch die idyllischen Fließe zur Gaststätte „Spreewaldhof Opitz" gestakt. Viele interessante Informationen über den Spreewald einst und jetzt erhielten wir unterwegs. Natürlich wurden an den Ufern Spreewaldgurken in verschiedenen Arten und Schmalzbrote zum Kosten angeboten.

Gestärkt vom guten Mittagessen fuhren wir wieder zum Hafen zurück. Dabei sahen wir die alte Schule, über 100-jährige Gebäude und viele touristische Angebote zum Verweilen im Spreewald.

Da einigen doch schon das Laufen schwer fiel, brachte uns die „Bimmelbahn" zum Parkplatz. So lernten wir auch gleich noch die Innenstadt Lübbenaus kennen. Anschließend ging es nach Burg. Den Bismarckturm mit wunderbarem Rundumblick, wenn man ihn über 137 Stufen erkletterte, kannten die meisten nicht.

In der Kräutermühle Burg erwarteten uns Kaffee und Kuchen. Ein frischge-backenes, noch warmes Kräuter- oder Mischbrot wanderte in die meisten Taschen und verbreitete einen verführerischen Duft.

Zufrieden und um viele Erkenntnisse reicher brachte uns unser Busfahrer Klaus von der Firma Sdunek wieder nach Bernau zurück.

Fazit: Der Spreewald ist immer eine Reise wert!

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